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Ihre erste Filmrolle spielt sie "uncredited" in einem niederländischen Reisefilm um einen jungen Mann, der Holland und seine Menschen entdeckt: "Die Niederlande in 7 Lektionen" (1948). Ein Jahr später debütiert sie in London als Tänzerin in der Show "High Button Shoes". Langsam kommt auch die Filmkarriere ins Rollen: Hübsche kleine Auftritte hat sie in Mario Zampis köstlichem Lustspiel "Wer zuletzt lacht", Charles Sauners "One Wild Oat", Henry Cass' "Mit Küchenbenutzung" und "Einmal Millionär sein" von Charles Crichton (alle 1951). Für ihr Broadwaydebüt in Colettes "Gigi" hat die Autorin der Vorlage sie höchstpersönlich für die Rolle ausgesucht.
Weitere zwei Jahre später ist sie schon auf dem lange anhaltenden Höhepunkt ihrer Karriere: Sie spielt in William Wylers "Ein Herz und eine Krone" (1953) die englische Prinzessin, die sich im Rom der Nachkriegsjahre in einen amerikanischen Journalisten - gespielt von Gregory Peck - verliebt. Der Lohn: der Oscar als beste Hauptdarstellerin. Europa und Audrey Hepburn bleiben verbunden: In Billy Wilders "Sabrina" (1954) ist sie die Titelfigur, die in Paris erzogene amerikanische Chauffeurstochter, die die Liebe zweier so gegensätzlicher Männer wie Humphrey Bogart und William Holden erringt. In King Vidors monumentaler Tolstoi-Verfilmung "Krieg und Frieden" ist sie die russische Generalstochter Natascha.
"Ein süßer Fratz" (1957) von Stanley Donen zeigt Audrey von zwei Seiten. Die existenzialisitische Buchhändlerin aus Greenwich Village verwandelt sich unter dem Einfluss eines Fotografen in ein Fotomodell. Anschließend spielt sie gar liebevoll die junge Französin Ariane, die in Billy Wilders "Ariane - Liebe am Nachmittag" (1956) den alternden Gary Cooper betört. Sie ist bei Fred Zinnemann in "Geschichte einer Nonne" (1959) eine belgische Ordensschwester. Als Halbindianerin Rachel Zachary in John Hustons "Denen man nicht vergibt" (1959) spielt sie immerhin tapfer gegen ihre groteske Fehlbesetzung an.
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An der Seite von Rex Harrison hat sie Erfolg als Eliza Doolittle in dem Hit-Musical "My Fair Lady" (1964) von George Cukor. Komik und Spannung sind die Zutaten von William Wylers Diebeskomödie "Wie klaut man eineMillion?" (1966) mit Peter O'Toole. Szenen einer Ehe gibt es ein Jahr später mit Albert Finney in Stanley Donens "Zwei auf gleichem Weg". Großen Erfolg hatte Audrey Hepburn auch als die blinde junge Susi Hendrix, die in Terence Youngs "Warte, bis es Dunkel ist" (1967) den Gangster Alan Arkin austrickst. Danach dünnt sich ihre Filmographie merklich aus. Erst 1976 gelangt sie wieder auf die Leinwand: In Richard Lesters "Robin und Marian" spielt sie die alternde Lady Marian, die noch einmal dem von einer heftigen Midlife-Crisis geplagten Robin Hood (Sean Connery) begegnet.
Danach beschränkt sie sich auf Gastauftritte wie als Engel in Steven Spielbergs "Always" (1989). Audrey Hepburn war mehrfach für den Oscar nominiert, ausgezeichnet wurde sie nur einmal: 1953 für "Ein Herz und eine Krone" (übrigens gegen Deborah Kerr, die für den Jahressieger "Verdammt in alle Ewigkeit" ins Rennen ging). Nominiert wurde sie als "Sabrina", für "Geschichte einer Nonne", "Frühstück bei Tiffany" und "Warte bis es dunkel wird".
Die Akademie zeichnet sie jedoch 1992 noch einmal posthum mit dem Jean Hersholt Humanitarian Award aus für ihre Tätigkeit als Botschafter für die Weltkinderhilfe der UNICEF. Ihr Sohn Sean Hepburn Ferrer nimmt den Preis entgegen. Audrey Hepburn war 1954 bis 1968 mit Mel Ferrer verheiratet, 1969 bis 1982 mit Andrea Dotti. Sie stirbt 1993 in der Schweiz.