Vor einiger Zeit haben wir unsere Leser nach ihren Mitteln gegen Schlafstörungen gefragt – und sie haben zahlreich geantwortet. Hier sind die besten Tipps von A wie Akupressur bis Z wie Zirbelholz.

Sie können Stress, Depressionen, Übergewicht und Bluthochdruck verursachen – und immer mehr Deutsche leiden darunter: Schlafstörungen. Laut einer Umfrage der DAK sind sie bei Berufstätigen zwischen 35 und 65 Jahren seit 2010 um 66 Prozent angestiegen. Und die TK-Schlafstudie 2017 zeigt: Etwa jeder dritte Deutsche schläft schlecht, zudem kommen etwa 24 Prozent der Erwachsenen nicht auf die empfohlenen sechs Stunden Schlaf. Doch was hilft? Das haben wir Sie gefragt – und hier sind Ihre besten Tipps.

1. Akupressur

Es gibt etliche alternative Heilmethoden, die bei Schlafproblemen angewandt werden, eine davon empfiehlt uns auch eine Leserin per E-Mail: die Akupressur. Hierbei werden mit den Fingern bestimmte Stellen des Körpers massiert – unsere Leserin empfiehlt bei Einschlafproblemen diese fünf Akupressurpunkte:

  1. Meer der Energie: drei Querfinger unterhalb des Bauchnabels
  2. Zentrum des Magens: in der Mitte zwischen Bauchnabel und dem unteren Ende des Brustbeins
  3. Taubenschwanz: am unteren Ende des Brustbeins
  4. Palast der Brust: vier Querfinger oberhalb des unteren Endes des Brustbeins
  5. Cha-ba-ex: am oberen Ende des Brustbeins, noch auf der Knorpelverbindung zum Schlüsselbein

"Diese Punkte massiere ich mit der Kuppe des Zeigefingers mit kleinen kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn", schreibt sie.

2. Gute-Nacht-Tee

Warme Getränke sind ein Klassiker, wobei Tees bei unseren Lesern am beliebtesten sind. Sie gibt es in vielen Varianten – laut einer Leserin aus Waldkirchen ist eine bewährte Mischung ein Aufguss aus Lavendel und Hopfen. Beide Pflanzen haben eine beruhigende Wirkung – auch wenn beim Hopfen noch nicht geklärt ist, welche Inhaltsstoffe dafür verantwortlich sind.

3. Hörbücher

Was bei Kindern funktioniert, hilft oft auch noch bei Erwachsenen: das Vorlesen – vorausgesetzt, die Geschichte ist nicht zu spannend. "Am besten ist eine angenehme Stimme, die langsam und ruhig liest", berichtet uns eine Leserin aus Bremen. Sie empfiehlt zudem Hörkissen, die mit dem Rekorder verbunden sind und auf dem Kopfkissen liegen. "Damit hat man die leise Stimme nah am Ohr und stört keine Mitbewohner oder Nachbarn."

4. Kaltes Wasser

Die meisten Menschen dürften beim Gedanken an kaltes Wasser schlagartig wach werden. Doch gleich mehrere Leser berichten uns, dass es ihnen beim Einschlafen hilft. Der Grund: Nicht wenige Menschen leiden unter "heißen Füßen" und geschwollenen Waden, die sie am Einschlafen hindern. Hier hilft ein kaltes Fußbad oder eine kalte Fußdusche, um sich auf eine geruhsame Nacht vorzubereiten.

5. Beruhigende Düfte

Düfte können das Wohlbefinden steigern, denn sie wirken direkt auf das limbische System, das für unsere Gefühle zuständig ist. Von einer Leserin aus Menden kommt ein ganz konkreter Tipp: Zirbelholz – auch Arve genannt. Mit diesem Holz einer im Gebirge wachsenden Kiefer werden nicht nur Möbel gebaut, sondern auch Duftkissen gefüllt und aus den Ölen Raumdüfte hergestellt. Studien zufolge senkt der Duft den Herzschlag und sorgt so für ruhigere Nächte.