Sie tragen uns durchs Leben – und verdienen Liebe und Pflege: unsere Füße.

Unsere Füße sind wichtig für uns, sie tragen unser Gewicht, sorgen für unser Vorankommen und geben uns Stabilität. Umso wichtiger ist es, dass wir sie gut pflegen. Doch viele Menschen leiden unter schmerzenden Füßen, unter Erkrankungen wie Fuß- oder Nagelpilz oder haben Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht. Dabei ist es gar nicht so schwierig, etwas für seine Füße zu tun. Wir geben fünf Tipps für gesunde Füße.

1 Gesunde Füße gehören in gesunde Schuhe.

Jeder Deutsche hat im Schnitt 13 Paar davon – Frauen mit 17 Schuhpaaren über doppelt so viele wie Männer, die durchschnittlich acht Paar besitzen. Und: Mehr als ein Drittel unseres Lebens verbringen unsere Füße in Schuhen. Falsches Schuhwerk kann jedoch ernsthafte Folgen für die Fuß- und die Rückengesundheit haben: Werden Stoß- und Stauchbelastungen nicht ausreichend abgefedert, so belastet dies unsere Wirbelsäule und Gelenke. Oft kommt es zu Rückenschmerzen, wunden Füßen, Sehnenverkürzungen, Druckschmerzen und Deformationen. Deshalb: Lassen Sie sich im Fachgeschäft beraten, wenn Sie Schuhe kaufen, in denen Sie viel unterwegs sind. Die "Aktion Gesunder Rücken e. V." hat zudem eine große Auswahl an ergonomischen Schuhen getestet. Besonders rückenfreundliche Schuhe erkennen Sie am AGR-Gütesiegel. Auch wichtig: Gönnen Sie Ihren Schuhen eine Pause und tragen Sie nicht dasselbe Paar an zwei aufeinanderfolgenden Tagen.

2 Gehen Sie häufiger mal barfuß.

Nicht nur, dass sich das positiv auf die Fußmuskulatur und die Körperhaltung auswirkt, es stärkt auch das Gefühl der Verbundenheit mit der Umgebung und – so einige Experten – sogar das Selbstbewusstsein. Die Therapeutin und Mediatorin Sabrina Fox hat sogar ein ganzes Jahr lang ohne Schuhe gelebt und darüber ein eindrucksvolles Buch geschrieben: „Auf freiem Fuß“ ist im Allegria-Verlag erschienen und kostet als Taschenbuch 14,99 Euro. Wer das Gefühl des Barfußlaufens auch draußen erleben will, für den gibt es spezielle Barfußschuhe, die dieses Gefühl simulieren.

3 Beugen Sie Erkrankungen vor.

Füße sollten weder zu trocken werden noch zu feucht. Das richtige Fußklima ist nicht nur wichtig für unser Wohlbefinden, es beugt auch Erkrankungen wie Fuß- oder Nagelpilz vor. Trotzdem sollten Sie Füße regelmäßig reinigen und danach pflegen. Dafür gibt es in Drogeriemärkten und Apotheken spezielle Fußpflege-Produkte, vorbeugend gegen Pilzerkrankungen können Sie zudem Cremes mit Teebaumöl nutzen. Zur Fußpflege gehört natürlich auch die Nagelpflege. Experten raten, die Fußnägel nicht zu schneiden, sondern nur zu feilen, um Verletzungen vorzubeugen, die sich schnell entzünden können. Auch Hornhaut sollte vorsichtig abgeschliffen und nicht abgehobelt werden.

4 Trainieren Sie Ihre Füße.

Wer regelmäßig Sport treibt, stärkt seine Fußmuskulatur und nebenbei auch Herz und Kreislauf. Doch es muss gar nicht das Joggen oder eine andere Sportart sein, bei der die Füße natürlich ganz automatisch trainiert werden. Die folgenden Übungen können Sie auch zu Hause ganz einfach nachmachen: Beim Zehenfresser legen Sie ein Handtuch (oder ein Geschirrtuch) vor ihren Fuß auf den Boden. Versuchen Sie, das Tuch mit den Zehen zu "fressen", also langsam mit den Zehen unter Ihren Fuß zu ziehen. Wiederholen Sie diese Übung pro Fuß dreimal. Beim Einbeinsprung bewegen Sie sich auf einem Fuß vorwärts, indem Sie nach vorne, rechts, vorne, links, vorne, rechts und so weiter springen. 20 Sprünge pro Fuß genügen. Und bei der Stabrolle legen Sie sich einen dünnen Stab unter die Füße und rollen mit der Fußsohle (von der Ferse bis zu den Zehen) hin und her. Wechseln Sie die Füße mehrmals ab. Wollen Sie Ihre Füße zusätzlich trainieren, versuchen Sie den Stab mit den Zehen zu greifen.

5 Gönnen Sie Ihren Füßen eine Auszeit.

Überbelastungen führen nicht nur zu müden Füßen, sie können auf Dauer auch Folgeschäden nach sich ziehen. Daher: Verwöhnen Sie Ihre Füße ab und zu, nicht nur, indem Sie sie hochlegen, sondern beispielsweise auch mit einem entspannenden Fußbad. Oder lassen Sie es sich bei einer (professionellen) Fußmassage gut gehen. Wollen Sie diesen Luxus auch zu Hause erleben: Fußmassagegeräte gibt es für etwa 100 Euro (lassen Sie sich auch hier im Fachgeschäft beraten), Fußroller aus Holz, auf denen Sie Ihre Füße selbst massieren können, kosten mit rund 15 Euro deutlich weniger. Spezieller Luxus: In vielen Städten gibt es inzwischen Fußbäder, bei denen Doktor- oder Knabberfische sich um Ihre Füße kümmern. "Garra Rufa", die Rötliche Saugbarbe, knabbert dabei während eines Fußbades verhornte Hautschichten ab.

Wofür auch immer Sie sich entscheiden, am wichtigsten ist: Schenken Sie Ihren Füßen Aufmerksamkeit und Liebe. Sie tragen uns durchs Leben. Sie haben es verdient.