Auch diesmal wird es vielen an den Festtagen wieder so ergangen sein: statt Ruhe und Besinnung Hektik, Stress und Erschöpfung. Aber sollten wir nicht gerade deshalb den Jahreswechsel zum Anlass nehmen, Verhaltensweisen zu überdenken, neue Projekte ins Auge zu fassen, ernsthafter als im vergangenen Jahr?

Sicher wird uns auch im neuen nicht alles gelingen. Oft genug sind wir dem, was uns bedrückt, auch mehr oder weniger hilflos ausgeliefert. Ich erinnere nur an den Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt. Wir müssen nach solchen Erlebnissen wieder zu uns finden. Genauso wie wir alles daran setzen müssen, nach Krisen und Enttäuschungen unsere Balance wiederzufinden: das positive Denken.

Das ist aus meiner Sicht das Allerwichtigste, obwohl ich weiß, welche Kraftanstrengung es mitunter kostet. Das Gefühl der Sinnlosigkeit hat sicher jeden von uns schon einmal angefallen. Doch haben wir auch alle die Möglichkeit, dem durch eine aktive Lebensgestaltung zu begegnen.

Vom Ich zum Du zum Wir, das könnte neue Perspektiven eröffnen. Wenn wir uns wieder bewusst machen, dass das, was uns alle verbindet, was uns zu Gleichen unter Gleichen macht, die Einzigartigkeit eines jeden ist, dann bilden wir eine Gemeinschaft, die den Namen verdient.

Mit dem Respekt voreinander stärken wir die Gruppe, während die Gruppe wiederum einen jeden trägt und stärkt. Deshalb dürfen wir uns nicht isolieren, und schon gar nicht dürfen wir zulassen, dass andere aus politischen oder sonstigen Gründen einen Keil zwischen uns treiben.

Denn erst aus der menschlich verschworenen Gemeinschaft ergibt sich die seelische, die körperliche und die geistige Balance des Einzelnen. Hoffnungsvolles soziales Miteinander ist heilsam. Das haben wir immer wieder erlebt, nach Flutkatastrophen genauso wie beim Aufbau nach dem Zweiten Weltkrieg.

Deshalb mein Motto: Bring dich ein, lass dich nicht behandeln, handle! Das Jahr wird uns dazu viele Möglichkeiten bieten. Bleiben Sie positiv. Wir tragen viel Heilkraft in uns.