Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung bei Erwachsenen: eine nicht entzündliche Erkrankung, bei der Knorpel, die "Abfederung" und Gleitfläche zwischen den Knochen, abgebaut werden.

Beeinträchtigungen der Bewegung sind die schmerzhaften Folgen. Alle Gelenke können befallen sein, auch die der  Wirbelsäule. Typisch sind steife Gelenke, insbesondere nach Ruhepausen, etwa nach dem Aufstehen oder nach längerem Sitzen. Bei gleichmäßiger Bewegung aber können sich die Schmerzen legen. Insofern unterscheidet sich die Arthrose von einer entzündlichen Gelenkerkrankung, bei der die Steifheit und der Schmerz oft anhalten. Nachhaltig heilbar ist die Arthrose bis heute jedoch nicht. Ihr Verlauf lässt sich aber verzögern, besonders durch ein gezieltes Muskeltraining zur Stabilisierung der betroffenen Gelenkumgebung. Körperliche Fehlbelastungen und mögliches Übergewicht sollten reduziert werden – auch Medikamente und Ernährung können helfen.

Die Palette der Therapieanwendungen reicht über Massagen, naturheilkundliche Anwendungen bis hin zu mikroinvasiven oder endoskopischen Verfahren oder sogar Operationen und Prothesen. Gelenke dürfen nie über die Schmerzgrenze hinaus belastet werden.

Ständiger negativer Stress kann die Arthrose und den Schmerz befördern, da die psychische Anspannung die Muskulatur verhärtet und auch die Durchblutung gehemmt wird. Die Muskulatur bildet sich zurück, die Gelenke werden nicht mehr ausreichend stabilisiert. Sie werden überlastet, geraten in chronische Fehlstellungen, können sich entzünden oder versteifen.

Und chronischer Schmerz verändert unser Schmerzgedächtnis. Deshalb votiere ich immer für ein ganzheitliches  Therapiekonzept. Das bedeutet: Schmerzmedikamente sollten nur kurzzeitig verordnet und individuell mit lokalen Therapieverfahren, Massagen, Krankengymnastik, Osteopathie, auch Akupunktur und Entspannungsmethoden kombiniert werden.