Was braucht der Mensch zum Überleben? Denkt man beispielsweise an Erdbebenopfer, werden Verschüttete nach Tagen ohne Nahrung lebend geborgen – ohne Nahrung kann man es also eine ganze Weile lang aushalten. Deutlich kürzer ist die Zeit, die man ohne Flüssigkeitsaufnahme überleben kann, da sprechen die Experten von wenigen Tagen. Und ohne Sauerstoff? Da wird dann in Sekunden und ganz wenigen Minuten gezählt.

Wie ein Jungbrunnen

Warum? Wir Menschen atmen mit jedem Atemzug auch den lebensnotwendigen Sauerstoff ein – etwa ein Fünftel der Atemluft besteht daraus. Er gelangt mit dem Einatmen in die Lungen, wobei von einem Erwachsenen in körperlicher Ruhe pro Minute circa 280 Milliliter Sauerstoff aufgenommen werden. Von den Lungen transportieren ihn die roten Blutkörperchen weiter. Unser Blutkreislauf sorgt dann dafür, dass der Sauerstoff nun zu den Zellen und Organen transportiert wird, wo er benötigt wird. Ohne Sauerstoff kann unser Organismus nicht existieren, unsere Körperzellen nutzen ihn unter anderem, damit sie gesund bleiben und sich regelmäßig erneuern können. Sauerstoff hilft aber auch, Nährstoffe zu verbrennen und so Energie zu erzeugen.

Wohlbefinden stärken

Woran erkennen wir, dass unser Körper mit Sauerstoff unterversorgt ist? Wir werden müde, können uns nicht mehr gut konzentrieren, manche Menschen bekommen sogar Kopfschmerzen, Atemprobleme oder geraten unter Stress. Eine gute Sauerstoffversorgung des Körpers regeneriert, stärkt den Organismus und beugt diesen und anderen Beschwerden vor. Im Alltag nun lässt sich Sauerstoff-Mangel kurzfristig beseitigen: Die Räume, in denen man sich aufhält, sollten gut gelüftet werden und natürlich rauchfrei sein.

Auch der Gang ins Freie, um im wahrsten Sinne des Wortes "frische Luft zu schnappen", ist meist eine leicht umzusetzende Empfehlung, die gleichzeitig für mehr Bewegung sorgt. Am besten integriert man all dies als Routine in den Alltag. Während der Bürozeiten bietet sich beispielsweise in der Mittagspause ein Spaziergang im Park an. Sollte dies nicht helfen, empfehle ich Ihnen bei stärkeren Beschwerden den Gang zu Ihrem Hausarzt.