Etwa jedes zehnte Kind und jeder 20. Erwachsene leiden an der Volkskrankheit Asthma bronchiale. Darunter versteht man eine chronische Erkrankung der Atemwege, die durch akute Anfälle gekennzeichnet ist.

Ursache ist eine Verkrampfung der Bronchialmuskulatur mit Verengung der Atemwege. Die Auslöser können vielfältig sein: Infekte, Allergene, aber auch körperliche Belastungen, Rauch, Duftstoffe, Dämpfe, die beim Kochen entstehen, sowie kalte Luft. Gerade Wintersportler und Menschen, die viel an der frischen Luft sind, sind daher auf eine optimale Behandlung angewiesen.

Die am besten wirksame Therapie ist die Einnahme eines Asthma-Sprays zur Inhalation von bronchialerweiternden und entzündungshemmenden Substanzen. Insbesondere niedrig dosierte Kortikoide als chemische Abkömmlinge des Kortisons stoppen die Entzündung in den Bronchien. Häufig werden diese Asthmasprays aber zu unregelmäßig eingenommen, weil es eine weitverbreitete Angst und Ungewissheit unter den Patienten in Bezug auf etwaige Nebenwirkungen gibt.

Hier gilt es, sich darüber mit seinem Arzt auszutauschen, denn die modernen inhalierbaren Kortikoide sind so niedrig dosiert und so gut verträglich, dass bei richtiger Einnahme in der Regel kaum unerwünschte Nebenwirkungen zu erwarten sind. Die Symptome verschwinden aber oft erst verzögert nach Abheilung der Entzündung.

Es gibt neben der medikamentösen Behandlung oft noch andere ergänzende Möglichkeiten, die Erkrankung in den Griff zu bekommen. Dazu zählt beim allergischen Asthma das Vermeiden von Kontakt mit Stoffen, die einen Asthmaanfall auslösen können, oder eine gezielte, ärztlich begleitete Hyposensibilisierung bezüglich dieser Substanzen. Außerdem kann auch das Erlernen bestimmter Atemtechniken hilfreich sein.

Der Abbau von Übergewicht ist ebenfalls für eine bessere Atmung förderlich. Unbedingt müssen Asthmatiker zudem das aktive und passive Rauchen von Zigaretten vermeiden.