"Vermeiden statt leiden" ist das Motto, mit dem die Stiftung Lebensblicke im Darmkrebsmonat März für Vorsorge-Untersuchungen zur Verhinderung von Darmkrebs wirbt. Aus gutem Grund: Darmkrebs steht immer noch weit vorne auf der Rangliste der häufigsten Krebs-Erkrankungen. Wenn er jedoch rechtzeitig erkannt wird, ist Darmkrebs heilbar. Und im besten Fall komplett vermeidbar, wenn gutartige Vorstufen wie Adenome und Polypen entfernt werden.

Um solche gutartigen Vorstufen erkennen und entfernen zu können, sind Vorsorge-Untersuchungen notwendig. Seit 2002 hat deshalb jeder gesetzlich und privat versicherte Bürger in Deutschland ein Anrecht, ab dem 50. Lebensjahr Stuhluntersuchungen auf verstecktes Blut durchführen zu lassen und ab dem Alter von 55 Jahren eine erste Darmspiegelung zur Krebsfrüherkennung. Je nach Befund kann diese nach drei, fünf oder zehn Jahren wiederholt werden. Ausnahmen von dieser generellen Empfehlung stellen besondere Risikokonstellationen dar: Wenn Verwandte ersten Grades in jungem Lebensalter an Darmkrebs erkrankt sind oder bereits eine andere Krebserkrankung vorgelegen hat, sollten Früherkennungsuntersuchungen früher erfolgen.

Darmspiegelungen sind risikoarme Untersuchungen, die in der Mehrzahl der Fälle unter Gabe eines Beruhigungsmittels oder Kurznarkose erfolgen und deshalb in der Regel nicht mit Schmerzen verbunden sind. Sie ermöglichen nicht nur eine rasche Diagnose, sondern in vielen Fällen auch gleichzeitig die Therapie: nämlich die Entfernung gutartiger Vorstufen von Darmkrebs.

Die Auswertung der Ergebnisse der Vorsorge-Darmspiegelungen in den vergangenen 14 Jahren hat gezeigt, dass die Teilnahme an den Vorsorge-Programmen dazu beitragen konnte, die Rate an fortgeschrittenen Tumorerkrankungen deutlich zu senken. Deshalb: Nehmen Sie Ihr Recht auf Früherkennung wahr, nutzen Sie die Chancen zur Krebsvorsorge!