Diabetes ist eine Volkskrankheit. Etwa sechs Millionen Menschen in Deutschland sind zuckerkrank. Das geht aus der aktuellen Studie "Global Burden of Disease" hervor, für die mehr als 1800 Forscher Daten zur Gesundheit der Weltbevölkerung ausgewertet haben. Damit nimmt Diabetes Platz acht der Krankheiten ein, die die Deutschen am ärgsten plagen.

Dabei leidet nur ein kleiner Anteil unter Diabetes Typ 1. Diese Krankheit bricht bereits in der Kindheit oder Jugend aus und entsteht, weil das Immunsystem bestimmte Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört. Laut Robert Koch-Institut sind rund 30.400 Kinder und Jugendliche betroffen. Sie müssen Insulin spritzen, weil der Körper das Hormon nicht mehr produzieren kann.

Die Mehrheit der Zuckerkranken leidet jedoch an Diabetes Typ 2, der früher Alterszucker genannt wurde und meist in fortgeschrittenem Alter auftritt. Die schleichende Erkrankung wird durch Übergewicht und zu wenig Bewegung gefördert. Laut Deutschem Zentrum für Diabetesforschung reichen daher meist eine gesündere Ernährung und viel Bewegung in Kombination mit Tabletten aus, um die Erkrankung in den Griff zu bekommen.

Wird ein Typ-2-Diabetes indes nicht ausreichend medizinisch behandelt oder zu spät erkannt, produziert der Körper immer weniger Insulin, das dann gespritzt werden muss. Und die Gefahr, dass die Krankheit nicht oder zu spät erkannt wird, ist groß.

Die Deutsche Diabetes-Hilfe warnt: Viele Betroffene wissen gar nichts von ihrer Erkrankung. Experten vermuten eine Dunkelziffer in Millionenhöhe, Schätzungen liegen bei etwa zwei Millionen. Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung bietet einen Test an, mit dem man sein Risiko bestimmen kann.

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