Die ältesten erhaltenen Betten stammen aus dem alten Ägypten, sodass wir heute noch sehen können, dass die Mutter von Pharao Cheops, dem Erbauer der berühmten Pyramide, gar nicht so anders schlief, als wir es heute gewohnt sind. Lediglich das damals übliche Holzstativ zur Ablage des Kopfes ist dem Kissen gewichen.

Dabei ist das quadratische, dicke Standardkissen nicht der Weisheit letzter Schluss: Ein Abknicken des Kopfes kann zum Taubheitsgefühl der Arme sowie zu Kopf- und Rückenschmerzen führen. Auch Schnarchen kann es fördern. Zweckdienlicher sind längliche, vergleichsweise harte Kissen, die eine horizontale Kopflage in Verlängerung der Wirbelsäule ermöglichen.

Auch die Matratze sollte im besten Fall für Stabilität im Schlaf sorgen. Über Härteunterschiede gleicht sie das Einsinken von Becken und Schultern so aus, dass die Wirbelsäule in Seitenlage bis zu den Halswirbeln horizontal verläuft. Hierbei muss beachtet werden, dass der Körperbau und das Körpergewicht von Männern und Frauen, die sich oft eine Matratze miteinander teilen, unterschiedlich sind: Während Männer meist breitere Schultern haben, ist bei Frauen vor allem die Hüfte breiter ausgebildet. Das kann durch verschiedene Matratzen und eine Feinjustierung des Lattenrostes ausgeglichen werden.

In Anbetracht der Tatsache, dass wir rund ein Drittel unseres Lebens im Bett verbringen, verwenden wir erstaunlicherweise oft nur wenig Zeit und Geld für eine Verbesserung der Schlafbedingungen. Teuer muss allerdings nicht automatisch gut sein, wie zahlreiche Matratzen- und Bettenvergleichstests zeigen.

Entscheidend ist eine gute – auch medizinisch geschulte – Fachberatung sowie Zeit zum Probeliegen. Ob Kaltschaum-, Latex, Tempurmatratze, Taschenfederkern oder Wasserbett – neben dem Komfort sind auch medizinische Aspekte wie Wirbelsäulenveränderungen, Hautdruckempfindlichkeit und Allergien für die Matratzenwahl wichtig.