14.04.2020 Arzt-Kolumne

Das hilft gegen Fersensporn

Von Thomas Schneider
Dr. Thomas Schneider ist leitender Facharzt für Orthopädie, Sportmedizin und Unfallchirurgie der Gelenk-Klinik Gundelfingen. Spezialisiert ist er auf Fuß- und Sprunggelenkserkrankungen einschließlich Endoprothetik. Arthroskopische Operationen der Gelenke von Hüfte, Knie, Schulter und Ellenbogen sind weitere Behandlungsschwerpunkte.
Dr. Thomas Schneider ist leitender Facharzt für Orthopädie, Sportmedizin und Unfallchirurgie der Gelenk-Klinik Gundelfingen. Spezialisiert ist er auf Fuß- und Sprunggelenkserkrankungen einschließlich Endoprothetik. Arthroskopische Operationen der Gelenke von Hüfte, Knie, Schulter und Ellenbogen sind weitere Behandlungsschwerpunkte. Fotoquelle: Gelenk-Klinik Gundelfingen

Eine 53-jährige Patientin, die kürzlich in meiner Sprechstunde war, berichtete mir, dass häufig von einem Augenblick zum anderen ein messerscharfer Schmerz durch ihren Fuß jage. Außerdem klagte sie über Anlaufschmerzen an der Fußsohle früh morgens nach dem Aufstehen oder nach längerem Sitzen.

Wenn stechende Schmerzen jeden Schritt zur Qual machen, ist nicht selten ein Fersensporn die Ursache. Darunter litt auch meine Patientin. Häufig betroffen sind übergewichtige oder große Menschen, da bei ihnen ein wesentlich höherer Druck auf die Ferse ausgeübt wird. Oftmals führen auch falsches Schuhwerk mit schlechter Dämpfung oder mangelhafter Druckverteilung sowie längere Autofahrten zu diesen Entzündungen im Bereich von Sehnenansätzen. Nur bei etwa jedem zehnten Betroffenen kommt es in Folge davon zu einem dornartigen Auswuchs am Sehnenansatz, der sich auf dem Röntgenbild sehr gut erkennen lässt – daher auch der Name dieser Erkrankung.

Cool-Packs und Stoßwellentherapie

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Leider verschwindet ein Fersensporn nicht von selbst. Lediglich die schmerzauslösende Entzündung der Plantarfaszie kann ab klingen. Linderung bringen Cool-Packs und entzündungshemmende Gele sowie maßgefertigte orthopädische Einlagen. Diese Maßnahmen halfen auch bei meiner Patientin. Bewährt haben sich zudem unter anderem die Stoßwellentherapie oder Botox-Injektionen. Operative Eingriffe sind nur in Ausnahmefällen nötig.

Empfehlenswert ist dreimal täglich folgende praktische Übung: Der betroffene Fuß wird an einer Stufe angestellt, sodass die Zehen nach oben gestreckt sind. Der hintere Fuß fixiert die Ferse. Über Schub des Knies nach vorne (Kniebeugung) entsteht ein Dehngefühl in der Fußsohle – dieses 20 bis 30 Sekunden halten und die Übung anschließend wiederholen.

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