Obwohl die kalte und dunkle Zeit des Jahres längst vorbei ist, fühlen Sie sich mitunter abgeschlagen und müde? Keine Angst: Unter der Frühjahrsmüdigkeit werden zwar jede Menge Symptome – von bleierner Müdigkeit über Kreislaufprobleme bis hin zu Schwindel – subsumiert. Eine Krankheit im eigentlichen Sinne ist die Frühjahrsmüdigkeit aber nicht.

Bei unseren Vorfahren schob man die allgemeine Schlaffheit gerne und wahrscheinlich auch zu Recht auf die wenig vitaminreiche Mangelernährung im Winter. Angesichts unseres überbordenden Lebensmittelangebots trifft das heutzutage allerdings kaum noch zu. Es stimmt jedoch, dass der menschliche Kreislauf auf wechselhafte Temperaturen und schwankenden Luftdruck mit Schwindel und niedrigem Blutdruck reagiert. Gerade die Frühlingsmonate zeichnen sich durch häufige Wetterwechsel und Temperatursprünge aus. Weil es im Winter länger dunkel ist, bildet unser Körper das müde machende Hormon Melatonin. Die Frühjahrssonne lässt den Melatoninspiegel im Organismus sinken, bei manchen schneller, bei manchen langsamer. Wer viel an der frischen Luft ist und dabei Licht tankt, hat bessere Chancen, das Melatonin zu vertreiben.

Muntermacher Vitamine

Viel frisches Obst und Gemüse sowie Flüssigkeit helfen ebenfalls dabei, den müden Organismus zu erwecken. Für einen guten Start in den Tag ist ein eiweißreiches Frühstück mit Quark, Hüttenkäse oder Joghurt, Vollkornbrot und Müsli zu empfehlen. Besonders viel Schlaf hilft übrigens nicht gegen Frühjahrsmüdigkeit. Im Gegenteil: Wer gern einen Mittagsschlaf macht, sollte diesen auf 20 bis 30 Minuten begrenzen. Sonst ist man am Abend nicht müde genug, liegt lange wach und verliert auf Dauer einen gesunden Schlaf- Rhythmus. Der ist individuell verschieden: Manche Menschen fühlen sich nach fünf Stunden Schlaf fit, manche brauchen bis zu acht Stunden pro Tag. Entscheidend ist die Qualität des Schlafs. Deshalb sollte es im Schlafzimmer nicht zu kalt und nicht zu warm sein. Und wer vor dem Zubettgehen wenig isst, wenig trinkt und auf Alkohol verzichtet, schläft deutlich besser. In diesem Sinne: Schlafen Sie gut und entspannt.