28.04.2020 Arzt-Kolumne

Hautkrebs erkennen

Chefärztin Professor Dr. Dorothée Nashan ist Direktorin der Hautklinik am Klinikum Dortmund.
Chefärztin Professor Dr. Dorothée Nashan ist Direktorin der Hautklinik am Klinikum Dortmund. Fotoquelle: Klinikum Dortmund

"Kann es denn wirklich so schädlich gewesen sein, dass ich als Kind oft im Freibad war und später regelmäßig ins Solarium gegangen bin?", fragte mich vor einiger Zeit eine 28-jährige Patientin, die sich bei mir in Behandlung befand. Die junge Frau war mit Anfang 20 an schwarzem Hautkrebs erkrankt.

Ausgedehnte Sonnenexposition und Solariennutzung in jungen Jahren wird für die Entstehung von Hautkrebs verantwortlich gemacht. Ein Sonnenschaden lässt sich an der Haut ablesen, wenn die Haut nicht mehr richtig gleichmäßig bräunt und bunte fleckige Haut am Körper entsteht. Hautkrebs entwickelt sich nicht unbedingt aus einem vorhandenen Muttermal. Melanome entstehen zu 70 Prozent neu.

Es ist deshalb ratsam, mit verdächtigen Hautveränderungen unbedingt zum Dermatologen zu gehen. Da die Hauttumore anfänglich leicht bei einer Eigenuntersuchung übersehen werden, ist der gezielte Hautcheck und das auf das individuelle Risiko angepasste regelmäßige Hautscreening beim Hautarzt ohnehin empfehlenswert. Gesetzlich Versicherte sollten es ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre kostenlos in Anspruch nehmen.

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