"Abwarten und Tee trinken" – wer kennt dieses Sprichwort nicht? Aber: Bei seinem Genuss scheiden sich die Geister. Denn entweder man mag ihn – oder halt nicht. Doch was spricht für dieses Getränk? Teetrinker unter meinen Patienten schätzen das Aroma und die Vielfalt der angebotenen Sorten, sei es nun schwarzer, grüner, weißer oder Früchtetee. Und die anregende Wirkung durch das enthaltene Koffein.

Aber nicht nur die Vielfalt erfreut die Teefreunde. Denn Tee hat eine durchaus positive Wirkung auf den Organismus. Er beruhigt und verbreitet Gemütlichkeit, ist gut für die Zähne und das Herz-Kreislauf-System.

Sowohl schwarzer als auch grüner Tee enthalten zudem Stoffe, die krebs- und gefäßschützend wirken können. Auch kann die Haut von Teetrinkern die UV-Strahlung der Sonne besser auffangen. Man kann daher durchaus sagen, dass Tee sonnenbedingten Hautschäden entgegenwirken und vor vorzeitiger Hautalterung schützen kann.

Im Winter profitieren Teetrinker außerdem von einem Wirkstoff, der im Tee enthalten ist: Catechine. Sie hemmen das Wachstum schädlicher Bakterien und Viren – und unterstützen damit das Immunsystem.

Besonders dem grünen Tee werden darüber hinaus Heilkräfte zugeschrieben. Er ist seit rund 5 000 Jahren eine geschätzte Heilpflanze und wurde – ursprünglich in Japan und China – ausschließlich aus medizinischen Gründen getrunken. Aber auch unsere heimischen Sorten wie Pfefferminz- und Salbeitee sind für ihre entzündungshemmende Wirkung bekannt.

Dennoch – der Genuss ist nicht risikofrei. Denn auch bei Tee macht es die Menge. So wurden bei bestimmten Kräuter- und Schwarztees Schadstoffe festgestellt, die in hoher Dosierung ungünstige Auswirkungen auf den Menschen haben.

Auch das Koffein im schwarzen und grünen Tee ist nicht für jeden verträglich. Welche Tee-Menge und -Sorte für Sie bekömmlich ist, besprechen Sie am besten mit dem Arzt Ihres Vertrauens.