Jeder zehnte Patient klagt über Schwindel – doch was steckt dahinter?

Schon die Symptome sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich: Bei manchen scheint sich die Umgebung zu drehen, manche werden wackelig auf den Beinen, wieder andere haben das Gefühl, das Gleichgewicht zu verlieren und zu fallen. Und: So unterschiedlich die Symptome sind, so unterschiedlich sind auch die Ursachen für Schwindel.

Harmlos, aber häufig ist der sogenannte Lagerungsschwindel. Er entsteht beispielsweise, wenn der Kopf seine Lage ändert, nach dem Aufstehen oder bei plötzlichen Bewegungen. Doch auch viele Krankheiten können Schwindel verursachen, so etwa die Innenoder die Mittelohrentzündung, die Schwindelmigräne oder der gefürchtete Schlaganfall. Gerade weil der Schwindel so viele Ursachen haben kann, ist es wichtig, die Symptome genau zu beobachten. Wie häufig tritt er auf? In welchen Situationen? Ein Arztbesuch ist dabei vor allem in den folgenden Situationen ratsam:

1. Wenn der Schwindel ohne jede Vorwarnung oder regelmäßig auftritt.

2. Wenn er bei bestimmten Kopf- oder Körperbewegungen auftritt.

3. Wenn der Schwindel länger anhält.

4. Wenn er mit anderen Beschwerden auftritt wie Schmerzen, Übelkeit, Fieber oder Herzstolpern.

Als erste Hilfe bei harmlosem Schwindel kann eine Massage der Daumenbeuge (der Punkt zwischen Daumen und Zeigefinger) helfen: Massieren Sie dafür kreisend und rhythmisch fünf Minuten sanft diesen Punkt.

Tritt Schwindel gemeinsam mit Augenzittern, verengten Pupillen, hängenden Lidern, Schluckstörungen, Erbrechen, Lähmungen oder Taubheitsgefühlen auf, kann das Anzeichen eines Schlaganfalls sein. Das ist ein Notfall, mit dem Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen müssen.