Wer seine Mahlzeiten hastig hinunterschlingt, entwickelt eher krankhaftes Übergewicht. Langsam essen hingegen schützt vor dem Dickwerden. Diesen Zusammenhang bestätigen japanische Forscher von der Kyushu University in Fukuoka in einer aktuellen Auswertung der Daten von rund 60.000 Menschen.

Als einen Grund dafür vermuten die Forscher, dass Schnell-Esser "über den Hunger essen" – sie futtern also noch weiter, obwohl der Kalorienbedarf längst gedeckt und der Hunger gestillt ist. Langsam-Esser hingegen spürten rechtzeitig, dass sie satt sind, und nähmen so weniger Kalorien auf. Als Konsequenz empfehlen die Wissenschaftler auf langsameres Essen abzielende Maßnahmen, um das Risiko von Übergewicht sowie Diabetes, Herz-Kreislaufund Krebserkrankungen zu verringern.

Auch der Verzicht auf abendliche Snacks und auf Mahlzeiten weniger als zwei Stunden vor dem Schlafengehen schützt der Studie zufolge vor dem Dickwerden. Die Forscher wiesen in ihrer Analyse darauf hin, dass die Angaben zur Essgeschwindigkeit auf der Selbsteinschätzung der Teilnehmer beruhte und nicht objektiv ermittelt wurde.