Die Wohnung sauber zu machen, kann einer Hausstauballergie vorbeugen. Doch regelmäßiges Reinigen hat unter Umständen auch eine schädliche Nebenwirkung: Einer aktuellen Studie der Universität Bergen in Norwegen zufolge sind Frauen, die regelmäßig putzen oder beruflich reinigen, langfristig öfter von einer starken Beeinträchtigung der Lungenfunktion betroffen.

Bei Männern fanden die Forscher hingegen keinen Unterschied zwischen regelmäßigen Putzern und Putzmuffeln. Das lag wohl aber daran, dass unter den 6230 Teilnehmern der Studie nur 57 professionelle männliche Reinigungskräfte waren.

20 Jahre lang wurde das Putzverhalten der Teilnehmer verfolgt. "Die Kernbotschaft ist, dass chemische Reinigungsmittel langfristig höchstwahrscheinlich der Lunge Schaden zufügen", lautet das Fazit der Autoren. "Diese Chemikalien sind sowieso unnötig. Mikrofaser-Tücher und Wasser reichen für die meisten Zwecke aus."

Eine Alternative für die Hersteller wäre, Reinigungsmittel zu produzieren, die nicht eingeatmet werden können.