29.09.2020 Fünf Dinge über ...

Thalasso: Die Kraft des Meeres nutzen

Von Sarah Schneidereit
Die Heilkraft des Meeres ist den Menschen seit Jahrtausenden bekannt.
Die Heilkraft des Meeres ist den Menschen seit Jahrtausenden bekannt. Fotoquelle: Public Co auf Pixabay

Seit Jahrtausenden wissen die Menschen um die Heilkraft des Meeres. Mit Bade- und Algenkuren wollten schon die alten Griechen, Römer, Ägypter und Chinesen ihr Wohlbefinden verbessern. Wir haben fünf spannende Fakten rund um die Thalasso-Therapie für Sie zusammengestellt.

1. Die Basis des Lebens: Der französische Forscher René Quinton beschäftigte sich als einer der ersten Naturforscher intensiv Ende des 19. Jahrhunderts mit der Wirkung des Meereswassers auf die Gesundheit und den menschlichen Organismus. Durch zahlreiche Studien stellte er fest, dass sich das in den Wirbelwolken des Meeresplanktons vorhandene Wasser von dem üblichen Meereswasser unterscheidet. Diese Bereiche wiesen einen viel höheren Gehalt an bioaktiven Stoffen auf. Das sogenannte Meeresplasma sei nicht bloß mit Wasser vermischtes Meersalz, sondern besitze ein Mikroklima. Laut Quinton verbessert dieses die Zellkommunikation und -ernährung.

2. Die Blütezeit der Thalasso-Therapie: Thalasso bezeichnet ein Verfahren, bei dem mit Meeresluft, -wasser, Algen, Sand und Schlick Beschwerden gelindert beziehungsweise geheilt werden. Im 19. Jahrhundert wurde das Thalasso-Verfahrens in ganz Westeuropa anerkannt, vor allem in Frankreich war es sehr beliebt.

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3. Strenge Qualitätskriterien: Mittlerweile gibt es viele Anbieter von Thalasso-Therapien. Der Begriff ist nicht geschützt, jedoch hat der Verband deutscher Thalasso-Zentren 2002 einen Kriterienkatalog für eine "echte" Thalasso-Therapie erstellt. Dieser besagt unter anderem, dass die Einrichtung direkt am Meer liegen, unbehandeltes, frisches Meerwasser eingesetzt werden und mindestens ein Meerwasserbecken vorhanden sein muss. Der Europäische Heilbäderverband fordert zudem allergenarme und reine Seeluft sowie Bewegungsangebote am Meeresufer.

4. Vielseitiger Helfer: Thalasso kann viele Beschwerden lindern. Das Verfahren wird unter anderem bei Neurodermitis, Durchblutungsstörungen, Rheuma, Stress, Rückenproblemen und chronischer Verstopfung eingesetzt.

5. Nicht für jeden geeignet: Eine Thalasso-Therapie ist aber längst keine Allzweckwaffe. Vor der Anwendung sollte mit einem Arzt geklärt werden, ob das Verfahren überhaupt geeignet ist. Wer zum Beispiel an einer Schilddrüsenüberfunktion, Bluthochdruck oder Kreislaufschwäche leidet, ist nicht für die Therapie geeignet. Auch Krebskranke und Schwangere müssen auf die Behandlung verzichten.

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