Unsere Haut ist multifunktional, hochsensibel und schützt uns effektiv vor Hitze und Kälte. Und dabei erneuert sie sich permanent. Wenn es uns nicht gut geht, ist das an der Haut zu erkennen. Wichtig ist bei alldem der pH-Wert.

Der ist bei der menschlichen Haut normalerweise leicht sauer und liegt zwischen den Werten 5 und 6,5. Dieser natürliche äußere Säureschutzmantel aus Schweiß, Hornzellen, Talg und Wasser – auch Hydrolipidfilm genannt – bildet auf unserer Haut eine Barriere gegen schädliche Einflüsse von außen. Er hilft dabei, Infektionen, Allergien, Hautreizungen und dem Austrocknen der Haut entgegenzuwirken. Außerdem funktioniert der Säureschutzmantel wie ein natürliches Deodorant: Er hält die Zahl der Bakterien möglichst gering, die den Schweiß zersetzen und so für unangenehmen Körpergeruch verantwortlich sind. Um den Säureschutzmantel der Haut zu schützen, sollte der pH-Wert der verwendeten Seife nicht zu sehr von dem der Haut abweichen. Schon neutrale Seifen mit einem pH-Wert von 7 können den Säureschutzmantel schädigen.

Mit zunehmendem Alter steigt übrigens auch der pHWert der Haut. Der Säureschutzmantel wird durchlässiger und die Haut anfälliger für Umwelteinflüsse. Fetthaltige Ernährung, Alkohol, Nikotin oder exzessives Sonnenbaden setzen der Haut dann deutlich mehr zu.

Entsprechend kann man die Hautpflege auf den altersbedingten Anstieg des pH-Wertes abstimmen. So gibt es zum Beispiel sowohl für reifere als auch für jüngere Haut sauer eingestellte Pflegeprodukte. Übertreiben sollte man weder das Waschen noch das Cremen – sonst leidet der natürliche Säureschutzmantel unserer Haut.

Seit zehn Jahren haben gesetzlich Versicherte ab 35 alle zwei Jahre Anspruch auf eine Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs – das "Hautkrebs- Screening". Früh erkannt ist Hautkrebs zu nahezu 100 Prozent heilbar. Das Screening ist also absolut sinnvoll.