Rücken- und Gelenkschmerzen gehören zu den häufigsten degenerativen Erkrankungen, also zu den Erkrankungen, die durch Verschleiß bedingt sind und den Bewegungsapparat in seiner Funktion einschränken. Werden diese nicht behandelt, geraten Betroffene schnell in einen Teufelskreis: Um den akuten Schmerz zu reduzieren, werden bestimmte Bewegungen vermieden. Diese sogenannte Schonhaltung verspannt die Muskulatur zusätzlich und verstärkt die Schmerzen.

Zudem "rosten" die Gelenke ein, denn der Knorpel in Gelenken wird aufgrund der unphysiologischen oder fehlenden Bewegung nicht mehr optimal mit Nährstoffen versorgt. "Raus aus dem Teufelskreis von Schmerz und Bewegungsmangel!" lautet deshalb zunächst die Devise. Die akuten Schmerzen sollten mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln mit den Wirkstoffen Ibuprofen, Diclofenac oder ASS behandelt werden, um die beschriebenen Schmerzmechanismen auszuschalten.

Bleibt der akute Schmerz unbehandelt, kann er chronisch werden, denn: Der Körper kann ein Schmerzgedächtnis entwickeln. Das heißt, es kommt zu einer Art Trainingseffekt bei den Nervenbahnen, die den Schmerz weiterleiten: Die Nervenzellen reagieren jedes Mal heftiger auf den Reiz, auch wenn dieser gar nicht stärker wird. Falsche Körperhaltung und Fehlbildungen, aber auch Stress und nervliche Anspannung können Ursache für Rückenschmerzen sein. Häufige Auslöser für Gelenkschmerzen sind Verschleiß des Knorpels (Arthrose) und akute Entzündungen (Arthritis).

So vielfältig die Gründe für Rücken- und Gelenkschmerzen sind, so vielfältig sind die therapeutischen Möglichkeiten. Neben den allgemeinen Orthopädie-Leistungen wie Einlagen, Spritzen und Manuelle Therapie gibt es heute zahlreiche individuelle Gesundheitsleistungen. Dazu gehören etwa Akupunktur, Stoßwellentherapie und die 3D-/4D-Wirbelsäulenvermessung. Ein guter Arzt nimmt sich Zeit für jeden Patienten, um ihn ganzheitlich "unter die Lupe" zu nehmen.