Im Interview

Mikkeey Dee über das neue Album: "Das ist uns sehr gut gelungen"

15.06.2026, 13.18 Uhr
Mikkey Dee, bekannt durch die Scorpions und Motörhead, spricht über die Entstehung und Zukunft der Band Lex Legion. Mit Andy LaRocque, Pete Blakk und weiteren prominenten Musikern schafft die Band einen einzigartigen Sound, der das Beste der 80er mit modernen Elementen verbindet.

prisma: Wann ist aus der Idee „Lex Legion“ ernst geworden?

Mikkey Dee: Andy LaRocque und Pete Blakk schreiben schon seit fast 40 Jahren Riffs zusammen. Vor zwei Jahren kam Pete mit einigen Riffs zu mir. Ich fand sie sofort stark und sagte: „Das hat Potenzial, lass uns was daraus machen.“ Wir haben dann noch Hal Patino und Niels K. Rue dazugeholt. Es hat von Anfang an perfekt gepasst.

War es anfangs eher ein Nebenprojekt?

Am Anfang schon, aber das ist keine Projekt-Band. Das ist eine echte Band. Wir sind hier, um zu bleiben. 2026 machen wir keine Liveshows, weil ich mit den Scorpions unterwegs bin. Nächstes Jahr wollen wir dann richtig auf Tour gehen.

Das Besondere an Lex Legion ist die ikonische Besetzung – sehr nah an King Diamond.

Ja, bis zu „Conspiracy“. Wir sind alle schon sehr lange befreundet. Andy und ich sind quasi zusammen aufgewachsen. Es fühlt sich einfach richtig an.

Wie ist das Album geworden?

Wir wollten es melodischer und weniger kompliziert machen als King Diamond. We niger Drum-Fills, geradliniger, grooviger und heavier. Wir wollten etwas Moderneres mit einem 80er-Jahre-Feeling mischen. Ich denke, das ist uns gelungen.

Du spielst auch mit „Mikkey Dee With Friends Playing Motörhead Classics“. Stört es Dich, wenn die Leute das als Motörhead-Ersatz sehen?

Es nervt mich, wenn Leute denken, ich versuche Motörhead zu ersetzen. Das ist un möglich. Lemmy ist tot – Motörhead wird es nie wieder geben. Wir sind eine Cover-Band, die Motörhead-Songs spielt, weil die Leute sie hören wollen. Ich mache das vor allem für mich selbst, um aktiv zu bleiben.