"Story im Ersten"

ARD-Doku: "Kampf gegen Schwarzarbeit – teuer und wirkungslos?"

von Hans Czerny

Hat sich auf dem Arbeitsmarkt eine organisierte Kriminalität breitgemacht? Eine "Story im Ersten" der  BR-Reporter Claudia Gürkov, Christina Schmitt und Christoph Wittmann geht der Frage nach, warum es immer noch so schwierig ist, die grassierende Schwarzarbeit erfolgreich zu bekämpfen. 

ARD
Kampf gegen Schwarzarbeit – teuer und wirkungslos?
Reportage • 29.06.2020 • 22:45 Uhr

Noch immer gehen durch Schwarzarbeit hierzulande Staat und Gesellschaft alljährlich Milliardenbeträge verloren. Mithilfe von illegalen Arbeitnehmern werden Sozialabgaben wie Renten- und Krankenkassenbeträge hinterzogen, aber auch die vom Gesetz auferlegten Mindestlohnbeträge nicht erstattet. Kritiker zweifeln seit Längerem die Kompetenz der zuständigen Behörden der Finanzkontrolle für Schwarzarbeit (FKS) an. Nicht zuletzt vom Bundesrechnungshof wurde der Behörde mangelnde Professionalität oder gar Fehlorganisation vorgeworfen. Zu wenige Stellen insgesamt, zu viele Alibi-Durchsuchungen bei Firmen, die gar nicht bearbeitungswürdig sind.

Die Polizeigewerkschaft behauptet darüber hinaus, dass man für verschärfte Razzien nur unzulänglich ausgebildet sei. Die Autoren der "Story im Ersten" glauben, längst habe sich auf dem Arbeitsmarkt eine organisierte Kriminalität breitgemacht. Die schlechte Personalausstattung und mangelnde polizeiliche Anbindung scheinen die These zu bestätigen, dass der Kampf gegen die Schwarzarbeit "teuer und wirkungslos", also geradezu geduldet sei.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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