Skandal beim "Wunsch-'Tatort'"

"Tatort"-Voting "von extern manipuliert" – Münster gewinnt

Panne beim Voting zum zweiten "Wunsch-'Tatort'": Wie die ARD mitteilte, wurde die Online-Wahl "von extern manipuliert". Deshalb wurden nur die Stimmen, die zuvor eingegangen sind, gezählt.

Bis Mitternacht sollte das Voting für die beliebtesten "Tatort"-Folgen ursprünglich laufen. In der zweiten Abstimmungsrunde des Sommer-Events forderte das Erste erneut Krimifans dazu auf, für ihren Lieblings-"Tatort" der zurückliegenden 20 Jahre abzustimmen und diesen dadurch wieder ins Programm zu hieven. Wie die ARD mitteilte, wurde das Voting aber offenbar "von extern" manipuliert. Lediglich bis Donnerstag 19 Uhr gingen demnach sichere reguläre Stimmen ein, weshalb die darauffolgenden nicht mehr in die Gesamtbewertung einflossen.

"Um ein möglichst unverfälschtes Ergebnis zu erhalten, haben wir uns deshalb entschlossen, nur die Stimmen in das Endergebnis einzubeziehen, die bis zu diesem Zeitpunkt eingegangen sind", ließ das Erste in einem Statement verlauten. Allerdings seien die österreichischen Stimmen vom ORF nicht von der Manipulation betroffen, weshalb sie vollständig ins Endergebnis eingerechnet wurden. Damit das auch in Zukunft wieder bei der ARD der Fall ist, wird künftig mehr Wert auf die Sicherheit der Abstimmung gelegt: "Wir werden für die nächste Voting-Runde entsprechende Sicherheitsvorkehrungen treffen."

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Doch auch wenn vermutlich nicht jede Stimme der "Tatort"-Fans berücksichtigt werden konnte, gibt es natürlich einen Gewinner der zweiten Abstimmungsrunde: Der "Tatort: Fangschuss" mit dem Münsteraner Hauptkommissar Frank Thiel (Axel Prahl) sowie dem Rechtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) ergatterte sich den ersten Platz. Der "Tatort" aus dem Jahr 2017 setzte sich mit 41.482 Stimmen gegen die Konkurrenz durch und wird somit am Sonntag, 28. Juni, um 20.15 Uhr, im Ersten ausgestrahlt. Um 17.15 Uhr wird der Gewinner bereits von "Brisant" vorgestellt.

Zudem landeten ein "Tatort" aus Schwaben und einer aus Hessen auf dem Treppchen: Silber ging an den Stuttgarter "Tatort: Bienzle und die blinde Wut" (1999) mit 38.489 Stimmen und Bronze an den "Tatort: Im Schmerz geboren" (2014) aus Wiesbaden, der 10.629 Stimmen erhielt.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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