"Die vierte Frau"

"Die Toten vom Bodensee": Ein toter Engel im Hopfenbaum

von Hans Czerny

Ein Serienmörder hat schon drei Frauen getötet, nun wird eine vierte Leiche in einem Hopfengarten gefunden. Doch sie passt nicht ganz ins Muster. Haben es die Ermittler etwa mit einem Trittbrettfahrer zu tun?

ZDF
Die Toten vom Bodensee: Die vierte Frau
Kriminalfilm • 29.06.2020 • 20:15 Uhr

Dass es am Bodensee Hopfenbauern gibt, wissen wohl nur wenige Menschen. Doch dank des nun im Zweiten als Wiederholung ausgestrahlten Krimis aus der ZDF / ORF-Reihe "Die Toten vom Bodensee" erfahren wir es: Hoch droben hängt im Hopfengarten eine zum Engel drapierte Leiche zwischen den Dolden – eine Frauenleiche, wohlgemerkt. Es scheint, als hätte ein seit langem gesuchter Serienmöder wieder zugeschlagen. Schon drei Leichen gab es – alle Jahre wieder zur Hopfenreife. Da heißt es flugs ermitteln fürs Kriminalistenpärchen Zeiler (Nora Waldstätten) und Oberländer (Matthias Koeberlin) aus Lindau und Bregenz – zumal zu allem Unglück auch noch eine weitere Frau vermisst wird. Ein Wettlauf gegen die Zeit. Sonst hätte man bald eine fünfte Tote.

Mit dem Wettlauf gegen die Zeit wird es erst mal nichts. Oberländer, der mit dem Mann der Vermissten befreundet ist, glaubt ja stark daran, dass auch sie bereits gemeuchelt wurde – sei es nach Art der vorherigen drei, nämlich mittels Kehlendurchschnitt und anschließender Kopfrasur, oder eben ein wenig anders, wie der Engel im Hopfenbaum. Selbst der übliche Stacheldraht ist diesmal falsch um die Leiche herumgewickelt. Man muss wissen, dass die seriell Getöteten vor dem Mord ein paar Tage lang festgehalten und gequält worden waren.

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Da ist viel Stoff zu rekapitulieren. Die Bregenzer Kommissarin Hannah Zeiler macht das, wenn man so will, geschickt mitsamt ihrer versteinerten Miene. Sie bringt die Fakten immer genauso rüber wie die Spitzen gegen ihren Lindauer Kollegen Micha Oberländer, der diesmal besonders viel am Hals hat. Nicht nur, weil er mit dem Ehemann der Verschwundenen befreundet war, sondern auch, weil es mannigfache Probleme zu Hause gibt: Erstens hängt der Haussegen schief, und zweitens planen die Schwiegereltern unter Anerbietung freundlicher Kinderpflege ins gemeinsame Haus einzuziehen – wie schön. All das ist nicht gerade das, was einem Krimi zu besonderer Spannung verhilft.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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