In der Bundesliga-Konferenz bei Sky kommentierte Frank Buschmann das Revierderby – und ließ sich bei einer Überleitung so viel Zeit, dass die Zuschauer ein Tor verpassten, was sie sonst wohl live gesehen hätten. In den Sozialen Medien ließen einige von ihnen ihrer Wut freien Lauf. In einer Videobotschaft berichtete der Moderator nun von den hässlichen Anfeindungen.

Am vergangenen Spieltag waren es nicht nur die umstrittene Handregel oder der Videobeweis, die bei den Bundesliga-Fans für Ärger sorgten. Auch Frank Buschmann musste sich einiges an Kritik anhören. Wegen einer zu langen Überleitung des Moderators hatten die Sky-Zuschauer in der Konferenz zunächst ein Tor versäumt, dann wurde Buschmann auf Twitter wegen seiner bekanntlich großen Klappe zum Ziel von Anfeindungen – und die hatten es in sich. In einer Videobotschaft beklagte der 54-Jährige eine "Kampagne" gegen sich. "Mir wurde empfohlen, mich zu erschießen, mich zu erhängen", berichtete er.

Zwar räumte Buschmann ein, dass manchmal "die Gäule mit mir durchgehen". Dennoch betonte er: "Es liegt nicht in meinem Sinne, Sky-Kunden zu beleidigen." Besonders getroffen hat ihn jedoch die Aufforderung einiger Nutzer, seinem Leben ein Ende zu setzen. "Wer meine Familiengeschichte kennt, sollte nie wieder schreiben: 'Bring dich doch um'", sagte Buschmann, dessen Vater 1983 Selbstmord beging.

In der Bundesliga-Konferenz kommentierte Frank Buschmann am Samstagnachmittag das Revierderby zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund. Weil er sich bei der Überleitung zu seinem Kollegen Holger Pfandt nach Paderborn verzettelte, verpassten die Zuschauer das Weitschusstor des Paderborner Mittelfeldspielers Abdelhamid Sabiri. In der Halbzeit reagierte Frank Buschmann auf einen kritischen Twitterkommentar und schrieb: "Hast Du getrunken? Wir sehen nicht, was im anderen Stadion passiert! Geht mir das auf den Sack mit der Nölerei!" Darauf entzündeten sich heftige Diskussionen in den sozialen Medien.

Der Pay-TV-Anbieter Sky nahm seinen Mitarbeiter derweil in Schutz. "Frank Buschmann ist einer der renommiertesten und beliebtesten Kommentatoren im Sport, auch und gerade wegen seiner Emotionalität", antwortete Sky am Sonntag auf eine Anfrage von "Bild". Über die Wortwahl im Bereich Social Media lasse sich "seit jeher streiten", so das Pressestatemnt. Sie sei sehr häufig der Situation geschuldet und schieße manchmal über das Ziel hinaus. "Frank selbst hat seine Überleitung als zu lang, vor allem aber als selbstironisch bezeichnet. Ausgeprägte Aktivitäten auf Twitter und Co. sind eines seiner Markenzeichen, es liegt ihm aber fern, Zuschauer zu beleidigen."


Quelle: teleschau – der Mediendienst