Nach Angaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit liegen die jährlichen Pro-Kopf-CO2-Emissionen in Deutschland bei rund 9,6 Tonnen. Damit "versündigt" sich jeder Bundesbürger rechnerisch doppelt so oft am Klima wie der internationale Durchschnitt.

Der Reporter David Donschen war für den Film "Klima retten? Ohne mich!" aus der bewusst provokant angelegten "Rabiat"-Reihe bei Protest-Aktionen bei den Cruise Days in Hamburg oder bei der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt. Bei beiden durchaus drastischen Demo-Auftritten begleitete er Klimaktivisten bei ihren Versuchen, der Gesellschaft den Spiegel ihres angewandten Konsums vorzuhalten.

Donschen präsentiert sich dabei selbst nicht als "Klima-Radikaler", sondern als normaler Bürger, der eben auch "Dreck am Stecken" hat. Er gibt zu, dass er mindestens einmal im Jahr mit einem Langstreckenflug durch die Welt reist, immer noch Fleisch isst und auch sein restlicher Konsum kaum Ressourcen-schonend sei.

Auf seinem Trip durchs Land trifft der Reporter durchaus auf Menschen, die diese Krux kennen. Am Flughafen Tegel in Berlin beispielsweise begegnet er einer Familie. Angesprochen auf das gemeine Kohlendioxid sagt sie, gegen dieses Klimagift müsse man unbedingt etwas tun. Wie wäre es also mit Verzicht auf den gewohnten Urlaub auf einer sonnigen Insel? Die Familie unisono: "Wir fliegen weiter! Da sind wir ganz egoistisch."

In Thüringen traf Donschen auf Protestiertende der Bürgerinitiativen gegen Südlink. Die Stromtrasse soll Windstrom aus dem Norden in den Süden transportieren. Ein Film, der eines sehr deutlich macht: Es ist kompliziert. Der Weg in die CO2-Neutralität wird kein leichter sein.


Quelle: teleschau – der Mediendienst