Film im BR-Fernsehen

"Jennerwein": der bayerische Robin Hood

von Hans Czerny

Der bayerische Wildschütz Jennerwein ist Mythos und Legende. 2003 wurde der Stoff in einem Heimatthriller mit Fritz Karl in der Titelrolle verfilmt. Ihm zur Seite steht Oscar-Preisträger Christoph Waltz.

BR
Jennerwein
Drama • 07.04.2020 • 22:45 Uhr

Der Wildschütz Jennerwein, der "in seinen besten Jahren" sein Blut vergoss, "hinweggeputzt von dieser Erd", blieb im bayerischen Volkslied Legende und Symbol für Volkes Armut und die Auflehnung gegen die Obrigkeit. Viel mehr als das schöne Lied ist allerdings vom berühmten Jennerwein nicht überliefert. Grund genug, um mit "Jennerwein" (2003) einen spannenden Heimatthriller, einen deftigen Alpen-Western aus der Legende zu machen.

Mit dem Österreicher Fritz Karl in der Titelrolle (ihm zur Seite steht Doppel-Oscargewinner Christoph Waltz) gelang dem Regisseur Hans-Günther Bücking ein pralles Historienstück um gehabtes Unrecht und Widerstand gegen die Obrigkeit. Zu sehen gibt es den Film nun in einer Wiederholung im Bayerischen Fernsehen.

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Schon im Vorlauf können sich Zuschauer mit der Dokumentation "Damals ... Wilderer einst und jetzt" (22 Uhr) auf den Mythos Jennerwein einstimmen. Der Film von Autorin Gabriele Mooser nimmt den bis heute verehrten Wildschütz als Repräsentant der Sozialfigur des Wilderers. Dabei geht die Filmemacherin unter anderem der Frage nach, weshalb Wilderer einst als Volkshelden und Rebellen gefeiert wurden.

Jennerwein – Di. 07.04. – BR: 22.45 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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