07.04.2020 TV-Tipp

"Warten auf‘n Bus": humorvolle Serie in der ARD-Mediathek

von Anne Klesse
Kathrin (Jördis Triebel), Johannes (Ronald Zehrfeld) und Ralf (Felix Kramer, v.l.) an der Bushaltestelle.
Kathrin (Jördis Triebel), Johannes (Ronald Zehrfeld) und Ralf (Felix Kramer, v.l.) an der Bushaltestelle.  Fotoquelle: Frédéric Batier/RBB
TV-TIPP

"Warten auf'n Bus"

ab Mi, 15. April, 18 Uhr, online first in der ARD-Mediathek

ab Mi, 22. April, 22 Uhr im rbb-Fernsehen

Eine Endhaltestelle in Brandenburg, zwei Freunde, ein Hund. In "Warten auf'n Bus" sitzen Hannes (Ronald Zehrfeld) und Ralle (Felix Kramer), beide Ende vierzig und arbeitslos, tagein, tagaus im Bushäuschen ihres Ortes und reden über ihr Leben.

Ein paar Flaschen Bier, Regenschauer und Sonnenschein – so offen und ungeschützt die Landschaft um sie herum wirkt, so gestalten sich auch ihre Gespräche. Mal witzig, fast skurril, dann wieder melancholisch, beinahe poetisch. Immer pointiert und mitten aus dem Leben. "Die Dialoge lassen tief in die Seele der beiden Männer blicken", findet Schauspieler Felix Kramer. Ralle sei für ihn eine "desolate, gebrochene Persönlichkeit mit einer großen Sehnsucht nach Geborgenheit".

Gedreht wurde im Oktober und November 2019, stets draußen: "Das macht was mit einem", erinnert sich Felix Kramer. Die regionale Serie des Rundfunk Berlin-Brandenburg (Drehbuch: Oliver Bukowski, Regie: Dirk Kummer) wird zuerst in der ARD-Mediathek, also "online first" zu sehen sein, bevor sie im rbb-Fernsehen ausgestrahlt wird.

So schlicht der Titel im ersten Moment klingen mag, umso unterhaltsamer und berührender sind die insgesamt acht Folgen. Gewartet wird letztendlich weniger auf den Bus, sondern eher auf die Busfahrerin Kathrin (Jördis Triebel), die den beiden Männern an der Endhaltestelle eine Zigarettenlänge lang etwas Aufmerksamkeit und einen Einblick ins Leben außerhalb des Wartehäuschens schenkt.

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