Noch vor der Ausstrahlung gewann der Film "Systemsprenger" von Regisseurin Nora Fingerscheidt zahlreiche Preise. Nach der Veröffentlichung räumte das anspruchsvolle Sozialdrama dann richtig ab, unter anderem gab es den Silbernen Bären bei der Berlinale. Aber die begehrteste Trophäe bleibt außer Reichweite: Wie die Filmakademie mitteilte, schaffte es der Film nicht in die Vorauswahl für den Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film".

Stattdessen sind Einsendungen aus Spanien ("Leid und Herrlichkeit"), Frankreich ("Les Misérables"), Nordmazedonien ("Land des Honigs") und Südkorea ("Parasite") eine Runde weiter gekommen. Welcher Beitrag am Ende dann für den Oscar nominiert ist, wird am Montag, 13. Januar, bekannt gegeben. Verliehen werden die Goldjungen am Sonntag, 9. Februar 2020.

"Systemsprenger" erzählt von der neunjährigen Benni (Helena Zengel). Das Mädchen hat eine wahre Odyssee hinter sich: Benni lebte in einer Pflegefamilie, einer Wohngruppe, besuchte eine Sonderschule. Aber nirgends hielt sie es lange aus, immer wieder wurde sie rausgeworfen. Ihr großer Traum: ein Leben bei ihrer Mutter. Doch dazu muss Benni erst mal ihre Aggressionen in Griff kriegen. Helfen soll ihr dabei der Anti-Gewalttrainer Micha (Albrecht Schuch).


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH