Auch Punk-Musiker sind nicht vor dem Älterwerden gefeit. Wie Campino in einer Talkshow berichtet, gab es früher nach den Konzerten Pool-Partys, heute dagegen Wassergymnastik.

"Wir sehen aus wie ein Seniorenheim, das Wassertreten übt", gesteht Toten-Hosen-Frontmann Campino in der NDR-Talkshow "3nach9", die am Freitagabend ausgestrahlt wird (NDR/RB, 20. Dezember, 22.30 Uhr). Der 57-Jährige spricht über das kräftezehrende Touren im Alter, das Fitnessprogramm der Band und die Unterschiede zu früher. "Wenn wir es in den 80ern in ein Hotel mit Swimmingpool geschafft haben, dann waren wir da früher oder später auch drin in der Nacht nach dem Konzert. Und das sah anders aus, als es seit den 2000ern aussieht, wenn wir von der Hoteldirektion den Pool geöffnet bekommen und dann da unsere Trampelübungen machen." Die Band habe sich geschworen: "Keiner darf das fotografieren. Das bleibt unter uns." Inzwischen würde ein Physiotherapeut die Band begleiten, um Sehnenverletzungen und andere Vorfälle zu behandeln. "Die Tour geht weiter!"

Neben der Fitness achten die Toten Hosen auch auf ihre Ernährung. "Ich esse jeden Tag um 16 Uhr meine kleine Portion Pasta, und das war es für den Tag", verrät Campino. "Wir müssen einfach körperlich gucken, wo wir sind, und da gibt es einen ganz strengen Plan." Selbst auf Heiligabend bereitet er sich inzwischen akribisch vor. "Weihnachten ist ja etwas ganz Besonderes. Deshalb mache ich auch Dinge, die speziell sein müssen – zum Beispiel meine Wohnung wieder aufräumen." Im nächsten Jahr gehen Campino und die Toten Hosen auf große "Alles ohne Strom"-Tour durch Deutschland, die Schweiz und Österreich. Die meisten Konzerte sind bereits ausverkauft.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH