Normalerweise retten die "jungen Ärzte" am Vorabend die Leben ihrer Patienten. Nun dürfen sie in einem 90-minütigen Special zur besten Sendezeit ran. Der Spielfilm kombiniert atemberaubende Landschaftsbilder mit hochdramatischen Ereignissen.

Was für eine traumhafte Aussicht: Die Kamera gleitet über tief verschneite Gletscher, sonnenbeschienene Bergwände und angezuckerte Bäume. Es ist eine Gegend voller Schönheit – aber auch voller Gefahr. Und in genau dieser schwebt das Team rund um Julia (Mirka Pigulla) in dem hochspannenden Serienspezial "In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte: Ganz in Weiß", das nun eine Woche vor Weihnachten im Ersten zur Primetime ausgestrahlt wird.

Es ist der allererste 90-minütige Spielfilm des Ablegers der seit über 20 Jahren ausgestrahlten Krankenhausserie "In aller Freundschaft" (dienstags, 21.00 Uhr). Dabei sah es für die ARD-Vorabendserie "In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte" (donnerstags, 18.50 Uhr) am Anfang gar nicht mal so gut aus: Während "In aller Freundschaft" im Schnitt über fünf Millionen Zuschauer vor die Bildschirme lockt, startete die jüngere Version 2015 erst noch holprig und kam nur auf knapp über zwei Millionen Zuschauer. Danach ging es mit den Zahlen allerdings stetig aufwärts, und auch dieses erste hochdramatische Spezial in Spielfilmlänge dürfte dem Ableger noch mal einigen Schwung verleihen. Verdient hätte es der Film.

Hoch oben in den verschneiten Bergen wollen die Assistenzärzte des Johannes-Thal-Klinikums in Erfurt an einem Lehrgang teilnehmen, um zu lernen, wie man sich in den Bergen sicher bewegt. Doch die Theorie wandelt sich schneller als gedacht in die Praxis um. Der Bergführer Gregor (Nicholas Reinke), der bei seinen Kollegen nicht sonderlich beliebt ist, verschwindet plötzlich. Seine Frau Elisabeth (Gabriela Lindl) kann sich denken, wo er ist. Obwohl sie hochschwanger ist, will sie sich aufmachen, ihn zu suchen. Natürlich lassen sie die Bergführerin Maria (Cosima Lehninger), Vivienne (Jane Chirwa), Julia (Mirka Piqulla) und Tom (Tilman Pörzgen) nicht unbegleitet gehen.

Es kommt, wie es kommen muss: Gregor liegt verletzt in einer Felsspalte, und als die anderen versuchen, ihn rauszuholen, lockert sich ein Haken, und sie sitzen selbst fest. Vivi ist die Einzige, die oben geblieben ist und Hilfe holen kann. Doch dann geht alles nacheinander schief, was die Rettung sehr viel schwerer macht: Das Funkgerät funktioniert nicht, ein Schneesturm zieht auf, und zu allem Überfluss fangen bei Elisabeth auch noch die Wehen an ...

Währenddessen spielt sich auch daheim in Erfurt ein Baby-Drama ab: Die kleine Raia ist schwer erkrankt, und Ben (Philipp Danne) weiß bald keinen Ausweg mehr, als sie in die Klinik zu bringen. Sofort reist auch Dr. Sherbaz (Sanam Afrashteh) an, um ihrer Tochter beizustehen – doch das Fieber geht trotz aller Mühen nicht runter.

Regisseur Steffen Mahnert spielt in "Ganz in Weiß" mit vielen Emotionen und schuf einen dramatischen Film abseits vom Krankenhaus, der zwar generell vorhersehbare Strukturen aufweist, dazwischen aber immer wieder überrascht. Die Geschichte aus der Feder von Joachim Friedmann wurde in dem Tiroler Kaunertal gedreht und macht auch noch mal deutlich, wie gefährlich es in den Bergen sein kann – vor allem, wenn man alleine unterwegs ist. In weiteren Rollen spielen die bekannten Gesichter der Serie, Mike Adler, Luan Gummich, Horst Günter Marx, Marijam Agischewa und Stefan Ruppe, sowie Wolfgang Maria Bauer, Simon Böer und Franz-Xaver Brückner in Episodenrollen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst