Die deutschen Sportjournalisten küren zum nun bereits 71. Mal die Sportler und Sportlerinnen des Jahres. Das ZDF überträgt die Gala aus dem Kurhaus in Baden-Baden.

Zum Abschluss eines Sportjahres findet sie nun wieder statt – die Wahl der deutschen "Sportler des Jahres". Dabei blickt die traditionsreiche Gala inzwischen auf eine sehr lange Geschichte zurück. Bereits 1947 wurde sie auf Initiative von Kurt Dobbartz, dem Gründer der Agentur Internationale Sport-Korrespondenz, ins Leben gerufen. Bei der nun 71. Entscheidung der Sportjournalisten, wer zuletzt die besten Leistungen in Schnee, auf Hallenboden oder einer Tartanbahn gezeigt hatte, führen erneut Katrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne durch das Programm im Kurhaus in Baden-Baden. Anders als im Vorjahr mit Olympia in Rio oder der Fußball-EM in Frankreich fehlten in den vergangenen zwölf Monaten die ganz großen Höhepunkte. Als Favoriten gelten die Wintersportler, die im vorolympischen Winter allein mehr als 30 Medaillen bei ihren Weltmeisterschaften geholt hatten.

Eines ist sicher: Angelique Kerber wird ihren Titel als "Sportlerin des Jahres" nicht verteidigen. Die erste deutsche Tennisspielerin nach Steffi Graf, die es wieder an die Spitze der Weltrangliste geschafft hatte, erlebte 2017 eine enttäuschende Saison. Inzwischen ist sie sogar bis auf Platz 21 "abgestürzt".

Überragende Saison von Laura Dahlmeier

Anders als Kerber zeigte Biathletin Laura Dahlmeier eine überragende Saison. Bei den Weltmeisterschaften 2017 in Hochfilzen in Österreich gewann Dahlmeier in jedem Rennen eine Medaille, insgesamt fünf Goldmedaillen und eine Silberne. Zudem triumphierte sie mehrfach im Weltcup. Gegen die Skispringerin Carina Vogt, Jacqueline Lölling, Weltmeisterin im Skeleton, oder Tatjana Hüfner, die auf dem Rodel bereits ihren fünften WM-Titel einfuhr, gilt die Garmischerin als Favoritin bei der Wahr zur besten Sportlerin.

Gleich vier WM-Goldmedaillen holte der Nordische Kombinierer Johannes Rydzek in diesem Jahr und ist damit auch Anwärter auf einen Sieg bei den Herren. Er konkurriert allerdings mit einem "Freund" aus den eigenen Reihen. Immerhin sicherte sich Eric Frenzel bereits zum fünften Mal den Gesamt-Weltcup der Kombinierer.

Bei der "Besten Mannschaft" könnten Laura Ludwig und Kira Walkenhorst ihren Titel womöglich verteidigen. Die Beachvolleyballerinnen und Heldinnen von Rio gewannen nach langer Verletztenmisere im Sommer bei der WM in Wien. Sie wurden als erste deutsche Frauen überhaupt Weltmeisterinnen in ihrer Disziplin.


Quelle: teleschau – der Mediendienst