In der "Wilsberg"-Folge "Bittere Pillen" werden brisante Themen behandelt. Dabei geht es allerdings so wirr zu, dass der 49. Fall des Privatdetektivs seine sonst so sichere Leichtigkeit verliert.

Privatermittler Wilsberg (Leonard Lansink) erhält Besuch: Naturheiler Christopher Seekatz (Folker Banik) glaubt, dass seine Frau Andrea (Katharina Müller-Elmau) ihn betrügt. Womit er, wie sich schnell zeigt, auch recht hat. Ausgerechnet mit Grabowski (Vittorio Alfieri), Ekkis (Oliver Korittke) Chef im Finanzamt, verlustiert sich die Dame.

Da aber Wilsberg eben so gut wie nie mit seinen Aufträgen Geld verdient, ist klar, was geschehen muss: Seekatz wird ermordet aufgefunden. Und es gibt eigentlich nur zwei mögliche Motive: Eifersucht ist das eine. Oder es hat etwas mit einer neuen Gesetzesnovelle der Pharmaindustrie zu tun. Vieles deutet darauf hin, dass Seekatz vor seinem Tod an brisante Informationen gelangt war.

Illegale Machenschaften der Pharmaindustrie, Lobbyismus, Bestechung – es ist eine ganze Menge, was die Autoren Arne Nolting und Jan Martin Scharf (Regie: Martin Enlen) in diesen Krimi (2015) packen, den das ZDF nun erneut zeigt. Es entsteht ein höchst kompliziertes Beziehungsgeflecht, dem der Betrachter nur mit Mühe folgen kann.

So geht diesem "Wilsberg" bald schon die ihm eigentlich ureigene Leichtigkeit abhanden, mit der er auch sonst durchaus relevante Themen der Zeit anzusprechen versteht.


Quelle: teleschau – der Mediendienst