Und noch ein prominenter Zugang im WM-Kader der ARD: Kevin Kuranyi, einst Bundesligastürmer beim VfB Stuttgart, Schalke 04 und der TSG Hoffenheim, wird den illustren Expertenkreis bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland ergänzen.

Der 36-Jährige, einst von Bundestrainer Joachim Löw als Nationalspieler aussortiert, soll vor allem seine Kontakte im WM-Gastgeberland spielen lassen und Insider-Kenntnisse des russischen Fußballs vermitteln – er stand von 2010 bis 2015 bei Dynamo Moskau unter Vertrag. Außerdem, darauf verweist der SWR in einer Mitteilung, besitze Kuranyi die Staatsangehörigkeiten von drei WM-Teilnehmern: Deutschland, Brasilien und Panama.

Der 52-fache Nationalspieler (19 Tore) soll den Stadionmoderatoren Julia Scharf und Ralf Scholt als Experte zur Seite stehen. Seinen ersten Einsatz hat er bereits beim Eröffnungsspiel zwischen Russland und Saudi-Arabien am 14. Juni. Ganz neu ist die Aufgabe für den in Rio geborenen Ex-Profi nicht. Bereits beim Confederations Cup war er für die ARD vor Ort.

Die Zusammenarbeit im vergangenen Jahr habe "großen Spaß gemacht", lässt sich Kuranyi zitieren – "auch wegen der tollen Kollegen. Ich hoffe, ich kann das Team mit meinen Russlanderfahrungen und meinem guten Draht zu vielen Teams und Spielern gut unterstützen."

Das Expertenaufgebot der ARD nimmt damit rekordverdächtige Ausmaße an. In der Nachfolge Mehmet Scholls teilen sich Thomas Hitzlsperger, Stefan Kuntz und Hannes Wolf die Spielanalysen. Philipp Lahm, Kapitän der Weltmeistermannschaft von 2014, lässt sich in Live-Schalten vom Tegernsee von Jessy Wellmer zu hintergründigeren Themen rund ums WM-Turnier befragen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst