Ein Filmdenkmal zum Jubiläum: Im Jahr 1919 wurde die Künstlerbewegung "Bauhaus" in Weimar von Walter Gropius gegründet. Zum demnächst anstehenden 100. Geburtstag wird derzeit ein Eventfilm realisiert. UFA Fiction, MDR, SWR und ARD Degeto zeichnen für die Dreharbeiten des TV-Films verantwortlich. Dieser hört aktuell noch auf den Arbeitstitel "BAUHAUS" und ist mit Alicia von Rittberg, Noah Saavedra und Jörg Hartmann prominent besetzt. Gregor Schnitzler ("Die Wolke") zeichnet für die Regie verantwortlich.

Im Fokus der Handlung wird Lotte Brendel (von Rittberg) stehen. Die junge Frau wird als Studentin an der titelgebenden Kunstakademie angenommen und läuft damit den konservativen Wünschen ihres Elternhauses entgegen. Sie wagt den Schritt in ein selbstbestimmtes Leben, lernt Künstler wie Paul Klee und Wassily Kandinsky kennen und ihren Kommilitonen Paul Seligmann (Saavedra) lieben. Anhand ihrer Geschichte werden die Anfänge der Bauhaus-Bewegung rekapituliert.

Kunst, Handwerk und Architektur miteinander in Einklang zu bringen, war das revolutionäre Anliegen der Bauhaus-Gruppe – den Rechtskonservativen waren sie damit ein Dorn im Auge. Zu modern erschienen den Nazis die weltoffenen Ansichten der Gruppe um Walter Gropius (Hartmann). Auch dieses Thema findet Eingang in den Fernsehfilm, dessen Handlung mehrere Jahre umspannen wird. Der historische Hintergrund birgt viel Potenzial für einen packenden Film.

Die UFA-Produzenten Benjamin Benedict und Nico Hofmann sehen das ähnlich: "Die Bauhaus-Bewegung hatte alles: Energie zum jugendlichen, revolutionären Umbruch und eine enorm starke emanzipatorische Kraft, um die Rolle der Frauen neu zu definieren. Relevanter kann ein großer historischer Stoff nicht sein." Ob das Projekt dem gerecht werden kann, bleibt abzuwarten. Ein konkreter Ausstrahlungstermin ist noch nicht bekannt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst