Auf Schalke soll die größte Filmvorführung aller Zeiten steigen, und der geplante Weltrekordversuch ließ sich bislang auch recht gut an. Doch noch wird gezittert. Über 25.000 Karten wurden bereits verkauft, aber das reicht noch nicht: Am heutigen Freitag, 4. Mai, genau zum 114. Geburtstag des Revierklubs, müssen mindestens 43.625 Zuschauer zur Premiere des Films "Rudi Assauer – Macher. Mensch. Legende" in die Arena kommen, um den Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde für Königsblau wahr werden zu lassen.

Die Dokumentation, in der zahlreiche Freunde, Familienangehörige und prominente Weggefährten Assauers zu Wort kommen, ist eine filmische Hommage an den an Alzheimer erkrankten ehemaligen Schalke-Manager. Regisseur Don Schubert, der sich unter anderem als Drehbuchautor für die ZDF-Reihe "Unter Verdacht" in der TV-Branche einen Namen gemacht hat, realisierte das leidenschaftliche Projekt für die Filmproduktionsgesellschaft "Zeitsprung Pictures" mit Sitz in Köln. Vor dem vorletzten Heimspiel der Saison, am vergangenen Samstag gegen Mönchengladbach, warb Schubert vor den Anhängern noch einmal mit Nachdruck für den Weltrekord-Streifen, indem er den wichtigsten Protagonisten zitierte: "Dieser Verein, diese Fans haben es sich verdient, dass man sich für sie den Arsch aufreißt. Und ich werde alles tun, um diesen Verein ganz nach vorne zu bringen und wenn es mich meine Gesundheit kostet und man mich mit dem Sarg hier raustragen muss."

Großes Kino für alle, die den Fußball lieben und es mit den Schalkern halten, keine Frage. "Rudi Assauer – Macher. Mensch. Legende." erzählt anhand des Werdegangs des einstigen Schalke-Managers jede Menge Fußball- und Ruhrpottgeschichte. Es geht um Schalke. Also ums Fallen und Wiederaufstehen, ums Verzweifeln, Hoffen und Glauben. Legenden der Leidenschaft, bei denen feuchte Augen der Erinnerung an Mailand '97 ebenso wenig ausbleiben wie das Drama vom 19. Mai 2001, als Rudi Assauer mit seinem FC Schalke für vier Minuten und 38 Sekunden Deutscher Meister war.

Der Weltrekordversuch in der Veltins Arena ist für die Anhängerschar eine Ehrensache. Dass der gesamte Reinerlös der Filmpremiere an die Rudi-Assauer-Demenz-Initiative geht, passt da ins Bild. Tickets gibt es noch reichlich vor Ort.

Der Showdown in Assauers "Wohnzimmer" beginnt um 19.04 Uhr. Bevor der rund 90-minütige Film ab exakt 20.04 Uhr auf diversen viermal 200 Quadratmeter großen Leinwänden startet, gibt es nach Angaben der Macher "ein Gänsehaut-Liveprogramm mit Stargästen, Bergmannschor, Kurvenhits von The Florians und den Trommlern und Fahnenschwenkern vom FC Schalke 04. Ein Ruhrpott- und S04-Abend ganz in Rudis Sinne." Glück auf!


Quelle: teleschau – der Mediendienst