DFB-Hit "Major Tom": So denkt Peter Schilling über KI-Musik
Peter Schillings (70) Kultsong "Major Tom" war schon bei der Fußball-EM 2024 der offizielle Torsong des DFB. Auch während der laufenden WM in den USA, Mexiko und Kanada feiern deutsche Fans wieder zu dem 80er-Jahre-Hit. Der Titel machte Schilling einst berühmt – und bis heute ist der 70-Jährige musikalisch aktiv. Im ZDF-Magazin "Volle Kanne" sprach er darüber, wie er den Einfluss künstlicher Intelligenz auf die Musikbranche bewertet und weshalb er eigene KI-Experimente rasch wieder stoppte.
Peter Schilling über den Sound der 80er-Jahre
Im Gespräch mit Moderatorin Nadine Krüger erinnerte Schilling sich an die 80er-Jahre zurück, in denen das Keyboard die Musikwelt revolutionierte. "Jedes Mal, wenn du eine Taste drückst, kommt ein vollkommen neuer Klang, ein Klang, den du vorher noch nie gehört hast", erklärt er. "Das war alles neu und das hat natürlich das Songwriting beeinflusst." Für ihn sei dies einer der Gründe, "warum so fantastische Songs in der Zeit entstanden sind", meint Schilling.
Diese Entwicklung sei nach seinem Empfinden in den 90ern wieder abgeflacht, "und jetzt sind wir bei der KI angekommen und heute kann jeder einen Song schreiben – ob er Songs schreiben kann oder nicht". Der Musiker gibt dabei offen zu, auch selbst schon mit künstlicher Intelligenz experimentiert, das Ergebnis aber schnell wieder verworfen zu haben.
KI in der Musik: Peter Schilling brach seinen Versuch ab
Nachdem er die KI mit Informationen gefüttert hatte, habe er "zwei Minuten später einen fantastischen Song" erhalten. "Nur er war nicht von mir." Schilling stellt klar: "Ich schmücke mich nicht mit Federn, die mir nicht zustehen und ich habe es dann sofort wieder verworfen."
Sollte er eines Tages doch mit KI arbeiten, so würde er dies auch transparent machen, erklärt der Musiker. Denn er weiß auch: "Es gibt KI, die kannst die Uhr nicht zurückdrehen. Und bevor ich mich gegen KI wende, versuche ich, mit KI zu arbeiten."
"Major Tom"-Sänger sieht KI als neue Kunstform
Die Entwicklung lünstlicher Intelligenz sei einerseits "bedenklich", findet Schilling, andererseits habe er derartige Entwicklungen bereits zuvor erlebt. So seien auch Keyboards, Musikvideos, CDs oder MP3-Player anfangs von vielen Künstlern kritisch beäugt worden, "bis es dann integriert wurde und man Kunst daraus gemacht hat. Ich denke, das wird mit KI auch passieren", so Schilling. Man müsse künstliche Intelligenz mit Vorsicht betrachten, stimmt der Musiker Nadine Krüger zu, er hält sie dennoch für eine "neue Kunstform, mit der man arbeiten kann".
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH