ARTE-Dokumentation "Venedigs goldenes Zeitalter – Glanz und Gewalt"
Banken, Handel, Notare, Versicherer waren die heimlichen Gewinner des größten Handelsplatzes der Renaissance: Venedig. Francesco Foscari wurde 1423 zum Dogen gewählt, nach einem knappen Sieg gegen seinen Widersacher Pietro Loredano. Letzterer setzte sich konservativ für die Sicherheit des Handels ein, Foscari widersetzte sich den Feinden auf dem norditalienischen Festland, insbesondere dem Herzog von Mailand. "Venedigs goldenes Zeitalter – Glanz und Gewalt", der ausführliche ARTE-Film von Maxime Brückner und Judith Voelker, geht nicht nur auf die politischen Feindschaften im 15. Jahrhundert ein, sondern verfolgt den kulturellen Reichtum Venedigs von der Renaissance bis ins Heute an zahlreichen Beispielen, von der Architektur bis zur Malerei, Glasbläserei und Tuchmacherei.
Das zeigt die Dokumentation "Venedigs goldenes Zeitalter"
So steht Schönes neben Schrecklichem. Drei seiner vier Söhne verlor Francesco, dessen gleichnamiger Nachfahre im Film als einer der unvermeidlichen Experten auftritt, durch die Pest. Jacopo, der einzig Verbliebene, fiel den Intrigen der Feinde zum Opfer, er wurde wegen Bestechlichkeit zunächst verbannt und später wegen Hochverrats zum Tod verurteilt. Der venezianische Geheimdienst ("Rat der Zehn") hatte ganze Arbeit – nicht zuletzt durch ausgiebige Foltermethoden – geleistet. Die Kerkermauern im Keller des Dogenpalasts stehen in einem gewaltigen Gegensatz zu den Prunksälen in den oberen Geschossen, die noch heute Zeugnis vom Reichtum der Handelsmacht Venedig ablegen.
Venedig-Themenabend auf ARTE
ARTE zeigt die Dokumentation im Rahmen eines Venedig-Themenabends. Im Anschluss um 21.40 Uhr folgt die Dokumentation "Venedig retten", in der es um die Folgen des Klimawandels geht. Um 23.15 Uhr beschließen "Die vier Jahreszeiten" versöhnlich den Abend. Théotime Langlois de Swarte und das Ensemble Le Consort spielen in Antonio Vivaldis Geburtsstadt Venedig eines der bekanntesten Werke der Musikgeschichte.
Venedigs goldenes Zeitalter – Glanz und Gewalt – Sa. 23.05. – ARTE: 20.15 Uhr
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH