Am Ziel seiner Träume

Alexander Zverev gewinnt Grand-Slam-Titel: Wo war Freundin Sophia Thomalla?

09.06.2026, 08.29 Uhr
Alexander Zverev erfüllt sich mit dem Gewinn der French Open 2026 einen Lebenstraum. Doch beim großen Moment war ausgerechnet seine Partnerin nicht anwesend.
Alexander Zverev küsst eine Trophäe.
Alexander Zverev hat sich seinen ersten Grand-Slam-Titel gesichert.  Fotoquelle: picture alliance / Xinhua News Agency | Wu Huiwo

Alexander Zverev (29) hat sich einen lang ersehnten Traum erfüllt. Im vierten Anlauf hat er seinen ersten Grand-Slam-Titel bei den French Open 2026 gewonnen. In einem hart umkämpften Fünfsatzmatch im Finale von Roland Garros besiegte er den Italiener Flavio Cobolli mit 6:1, 4:6, 6:4, 6:7 (5:7), 6:1. Danach feierte er ausgelassen mit seiner Box. Doch eine fehlte auf der Tribüne: Freundin Sophia Thomalla. Warum sie nicht da war und ob sie ihrem Freund trotzdem gratulierte, erfahrt ihr hier.

Zverev erster Deutscher Grand-Slam-Champion nach Boris Becker 1996

Nach 4:16 Stunden nutzte Alexander Zverev seinen zweiten Matchball und krönte sich zum Champion und schaffte damit Historisches. Nach Boris Becker im Jahr 1996 war er der zweite Deutsche, der einen Grand-Slam im Einzel gewann und damit Tennisgeschichte schrieb.

Nach seinem Coup ließ der 29-jährige seinen Emotionen freien Lauf und erzählte in seiner anschließenden Siegerrede, welche besondere Bedeutung dieser Platz für ihn hatte, insbesondere nach seiner schweren Verletzung vor vier Jahren: „Dieser Platz ist sehr besonders für mich. Ich hatte hier meine schönsten Momente, aber auch meine schlimmsten. Vor vier Jahren lag ich in dieser Ecke mit gerissenen Bändern. Ich habe vor zwei Jahren das Finale hier verloren. Endlich gibt es das Happy End“. „Auch Boris Becker, der das Match live kommentierte, war sich der Bedeutung dieses Sieges für den Hamburger bewusst: „Ein Lebenstraum geht in Erfüllung. Dafür hat er, die ganze Familie so lange, so hart gearbeitet“.

Auch sein Gegner Cobolli würdigte Zverevs außergewöhnliche Leistung und gratulierte ihm zum Titel: „Wenn einer den Titel verdient, dann du“.

Wo war Freundin Sophia Thomalla?

In seiner Box feierte das ganze Team seinen großen Coup, darunter sein Vater, Bruder Mischa und auch seine Oma. Nur eine war nicht zu sehen: seine Freundin Sophia Thomalla, die arbeitstechnisch momentan stark eingebunden war und nicht dabei sein konnte. Das war jedoch nicht der einzige Grund: Zverev selbst ist abergläubisch und wollte während eines Turniers möglichst nichts von seinen gewohnten Abläufen verändern.

Deshalb blieb auch die Besetzung seiner Box seit der ersten Runde konstant. Dort saßen von Beginn an acht enge Vertraute, die stets die gleichen Plätze einnahmen. Dennoch erschien Thomall, wenn auch nur für ein paar Stunden, um ihrem „Sascha“ persönlich zu gratulieren. Zum Zeitpunkt des Matches arbeitete sie in Köln und wollte nach Paris reisen, sobald das Spiel gegen den Italiener beendet war. Doch es kam anders, wie sie BILD verriet: „Konnte ja keiner ahnen, dass es so lange dauert. Also musste ich eher los, nach dem vierten Satz, den er gerade verloren hatte. Dieser Zug war der letzte nach Paris“.

Doch die Zugfahrt drohte fast ins Wasser zu fallen, da die Online-Buchung nicht funktionierte. Daraufhin war sie in Tränen aufgelöst, wie sie weiter erzählte: „Ich stand mit Hund weinend auf dem Bahnsteig. Die Schaffnerin erkannte mich wohl und wusste, warum ich nach Paris wollte. ´Steigen Sie ein, wir machen das drin´. Das war so lieb“. Auf die Frage, ob die Moderatorin das Finale dann im Zug weiter anschaute, reagierte sie wie folgt: „War zu aufregend. Ich konnte es mir nach dem vierten Satz nicht mehr ansehen. Ich schaute im Zug nur mal kurz auf das Ergebnis, da stand es 4:0, da habe ich wieder eingeschaltet“.

Sophia Thomalla mit besonderem Geschenk für ihren „Sascha“

Als sie in Paris eintraf, war sie aber keineswegs alleine. Sie hatte einen Hund in der Tasche und das obwohl schon alle drei Familienhunde Lövik, Junior und Mishka vor Ort waren. Der Hund aber sollte eine Überraschung für ihren Liebsten sein: „Das ist Buba, 15 Wochen alt und der zweite Hund neben Mishka, der jetzt Sascha und mir gehört“. Was für ein tolles Geschenk zum ersten Grand-Slam-Titel von Alexander Zverev.

Der tierliebe Zverev nahm sich in der Nacht auch erst einmal ausgiebig Zeit, um das neue Familienmitglied willkommen zu heißen. Gefeiert wurde dann in einem Club, wo auch Ex-NBA-Profi Daniel Theis und Comedian Oliver Pocher mit von der Partie gewesen sein sollen. Zu viel gefeiert wurde aber dennoch nicht, da der Zeitplan im Tennissport keine Gnade kannte. In einer Woche schon fand das Turnier in Halle (Westfalen) statt, bevor dann das nächste Grand-Slam-Turnier des Jahres in Wimbledon anstand.

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