ARTE-Doku

"Familie Wolf": atemberaubende Einblicke in den Alltag eines Rudels

28.07.2022, 08.21 Uhr
von Rupert Sommer

Tierfilmer Sebastian Koerner legte sich zwei Jahre lang auf die Lauer, um seltene Bilder eine Wolfsfamilie mitten in Deutschland zu filmen. Dabei herausgekommen sind Bilder, wie man sie nur selten im Fernsehen bestaunen darf.

ARTE
Familie Wolf
Dokumentation • 28.07.2022 • 21:45 Uhr

Eigentlich ist der gefährliche Wolf – zusammen mit den aus Zoos ausgebüxten Kängurus sowie den Schnappschildkröten oder sogar vermeintlich sicher gesichteten Alligatoren in deutschen Badeseen – ein jährlich wiederkehrendes "Sommerloch"-Thema. Die Dokumentation "Familie Wolf" spricht eine ganz andere Sprache – und dürfte mit tollen Bildern den ARTE-Zuschauern den Atem rauben.

Filmemacher Sebatian Koerner hat sich dafür zwei Jahre lang auf die Lauer gelegt. Mit viel Geduld und aufwendigen Technik-Installationen, darunter viele Aufnahmen von automatisch filmenden Video-Kameras, liefert er Einblicke in einen Wolf-Alltag, wie man sie bislang selten zu sehen bekam.

Immerhin ist der Wolf nicht zu Unrecht ein Thema in der Presse. Es häufen sich die Sichtungen, aber auch die Angriffe von Wölfen etwa auf Schafherden, mitten in Europa. Gerade in Deutschland und Frankreich, wo die Raubtiere lange als komplett ausgerottet galten, verbreiten sie sich immer rasanter. Doch wie leben sie wirklich – mitten in letztlich doch sehr dicht besiedelten Regionen? Koerner wollte mehr herausfinden. Keine Aufnahme seiner Dokumentation stammt von "zahmen" Tieren. Auf Drehs in Gehegen oder Wildparks verzichtete er.

In das Thema führt zuvor bereits der Dokumentarfilm "Die Odyssee der einsamen Wölfe" ein, den ARTE zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr zeigt. Darin begleitet der Tierfilmer Volker Schmidt-Sondermann drei männliche Wanderwölfe, die auf der Suche nach einer Partnerin enorme Strecken zurücklegen.

Familie Wolf – Do. 28.07. – ARTE: 21.45 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH