37°: Ehrenamt - unersetzlich, unbezahlbar
05.05.2026 • 00:00 - 00:30 Uhr
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Originaltitel
Ehrenamt - unersetzlich, unbezahlbar
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
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37°: Ehrenamt - unersetzlich, unbezahlbar

Das Ehrenamt ist in Deutschland tief verwurzelt und zeigt sich in vielfältigen Facetten: kontinuierlich oder punktuell, traditionell oder digital, lokal orientiert oder thematisch fokussiert. Mit drei kontrastierenden Protagonistinnen und Protagonisten macht der Film sichtbar, wie unterschiedlich Ehrenamt heute gelebt wird. Es wird deutlich, wie Ehrenämter die Gesellschaft und nicht zuletzt die Menschen, die ein Ehrenamt ausüben, verändern. Gerade einmal 20 Jahre alt - und doch trägt Tim schon große Verantwortung. Als ehrenamtlicher Ortsbürgermeister seines Heimatdorfs Eckenroth in Rheinland-Pfalz steht er an der Spitze einer Gemeinde mit gut 200 Einwohnerinnen und Einwohnern. Ohne Büro, ohne Verwaltungsapparat - aber mit Herzblut, Einsatz und einer klaren Haltung: "Wenn wir jungen Menschen uns nicht kümmern, wer dann?" Nebenbei studiert Tim Sport- und Bewegungstherapie im dualen System - Theorie und Praxis, Uni und Arbeitsalltag. Und als wäre das nicht genug, engagiert er sich auch noch bei der Freiwilligen Feuerwehr seines Dorfes. Für Tim ist das Ehrenamt kein nebenbei, sondern gelebte Verantwortung. Der Jüngste im Gemeinderat, der Jüngste in der Verbandsgemeinde, der jüngste Bürgermeister Deutschlands - und trotzdem mittendrin in all den kleinen und großen Entscheidungen: von Straßensanierungen bis zur Dorfgemeinschaft. Ehrenamt total - weil Demokratie vor Ort beginnt. Und weil Tim glaubt, dass man Verantwortung nicht delegieren, sondern leben muss. Zwei Kinder im Grundschulalter, ein fordernder Job als Projektmanagerin bei einem Pharmaunternehmen - Katrins Alltag ist voll. Und doch engagiert sie sich. Punktuell, projektbezogen, ehrenamtlich. Katrin lebt mit ihrer Familie in Frankfurt-Preungesheim. Wenn sie Plakate klebt oder Fähnchen für das Aktionsbündnis Kidical Mass vorbereitet, dann tut sie das, weil sie überzeugt ist: Fahrradfahren muss für Kinder sicherer werden. Gemeinsam mit einem kleinen Team organisiert sie bunte Fahrraddemos durch Frankfurt für mehr Sichtbarkeit und bessere Radwege. Ihr Ehrenamt ist kein Lebensprojekt. "Mal schauen, wie lange noch", sagt sie. Doch jetzt, gerade jetzt, ist es für sie und ihre Familie dran - weil es wichtig ist. Und weil es Freude macht, sich gemeinsam für eine gute Sache einzusetzen. Matthias ist Schulleiter, Familienvater und ehrenamtlicher Vormann auf einem Seenotrettungsboot am Eider-Sperrwerk. An der Nordseeküste im Kreis Dithmarschen engagiert er sich bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger - ein Ehrenamt der besonderen Art: hoch qualifiziert, technisch anspruchsvoll, mit viel Verantwortung. Denn Seenotrettung muss man lernen. Einfach so mitfahren, das geht nicht. Matthias kommt aus einer alten Seefahrerfamilie. Heute leitet er die Gemeinschaftsschule Heide-Ost und lebt mit seiner Frau und vier Kindern in Dithmarschen. Und doch fährt er jetzt wieder zur See - freiwillig und aus Überzeugung. Und häufig auch mit seiner Tochter Smilla (16). Sie lässt sich gerade zur Seenotretterin ausbilden. Neben der Schule, dem Nebenjob im Teeladen und dem Volleyballtraining. Weil es ihr wichtig ist, sich für andere einzusetzen, und weil sie es liebt, mit Papa und den anderen raus aufs Wasser zu fahren. Ein Ehrenamt, das fordert und zusammenschweißt.

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