37°: Femizid - Tödlicher Hass auf Frauen
12.05.2026 • 00:05 - 00:35 Uhr
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Originaltitel
Femizid - Tödlicher Hass auf Frauen
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
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37°: Femizid - Tödlicher Hass auf Frauen

133 Frauen wurden in Deutschland 2024 von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Dazu kommen 174 versuchte Tötungen. Femizide werden in allen Teilen der Gesellschaft begangen. Noch immer wird von Beziehungstragödien gesprochen, wenn Frauen brutal vom Partner ermordet werden. Lange war Gewalt gegen Frauen schambehaftet. Inzwischen ändert sich das Bewusstsein. Dennoch gehen wenige Frauen mit ihrer Geschichte in die Öffentlichkeit. Ilona (44) wagt diesen Schritt und erzählt uns ihre Geschichte: Im September 2022 trifft sie sich mit einem ehemaligen Arbeitskollegen an einer Bushaltestelle. Sie hat nicht viel Zeit, will noch etwas einkaufen. Der Vater ihres Sohnes, mit dem sie seit rund 20 Jahren zusammen ist, verfolgt sie. Die Beziehung ist zerrüttet. Sie hält ihn für spielsüchtig, schon mehrmals ist er gewalttätig geworden. Sie möchte, dass er auszieht. Doch er will die Trennung nicht akzeptieren. Ihren Arbeitskollegen hält er für einen Nebenbuhler. Er zückt ein Messer, sticht immer wieder auf ihn ein. Als Ilona ihn abhalten will, wird auch sie schwer mit dem Messer verletzt. Nur mit Glück überlebt sie. Corina (47) ist eine erfolgreiche Mathematikerin. Sie leitet die KI-Abteilung eines DAX-Konzerns. An einem Wochenende im Sommer 2023, das die Vielbeschäftigte ihren Kindern widmen will, gerät ihr Leben ins Wanken. Ihre ältere Schwester Daniela wird von ihrem Partner in Freiburg brutal ermordet. Immer wieder sticht er auf sie ein, geht weg, kommt zurück, um wieder auf sie einzustechen. Daniela arbeitet im OP der Uniklinik Freiburg. Sie möchte die Beziehung mit ihrem Partner, der eine Familie in Rumänien hat und sich nicht von ihr trennen will, nicht mehr weiterführen. Aber er akzeptiert das nicht. Danielas Trennungswunsch wird ihr Todesurteil. Corina hat ein sehr enges Verhältnis zu ihrer Schwester. Ihr Tod reißt eine Lücke, die sich nicht füllen lässt. Im Prozess tritt Corina als Nebenklägerin auf. Für ihren Anwalt Ulrich Warncke vom Weißen Ring ist der Mord an ihrer Schwester ein klarer Femizid: "Ein Mord aus niederen Beweggründen, ein Bestrafungsmord, weil die Frau sich trennt, oder weil die Frau einen anderen hat. Das kann der Täter nicht akzeptieren und deswegen tötet er. Aus Rache, aus dem Bedürfnis, seine Wut auszuagieren. Das führt häufig dazu, dass diese Taten regelrechte Hinrichtungstaten sind mit 20, 30, 40, 60 Messerstichen." Der "37°" zeigt, dass Frauen von manchen Männern als Besitz gesehen werden. Wenn sie sich aus der Beziehung befreien wollen, kann das tödlich für sie enden. Oft, aber nicht immer, drohen die Männer ihre Taten im Vorfeld an.

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