Ein Armbrustschütze hat eine Rudertrainerin getötet und den mit ihr im Boot sitzenden Polizisten Oscar angeschossen. Eine besondere Aufgabe bei Kommissar Behringers Ermittlungen kommt seiner Exkollegin Charly zu. Die im Oktober verstorbene Wanda Perdelwitz ist hier bei RTL in einer ihrer letzten Rolle zu erleben.
Mit "Behringer und die Toten – Ein Bamberg-Krimi: Rivus" zeigt RTL am Abend des "Tödlichen Dienstags" den sechsten und vorerst letzten neuen Film seiner 2024 ins Leben gerufenen Reihe. Fast drei Millionen Menschen schalteten beim vierten Fall des liebenswert eigenwilligen Kommissars Behringer (Antoine Monot) und seiner Kollegin Ela Jenning (Cosima Henman) im vergangenen Jahr ein. Der "Bamberg-Krimi" kommt ganz offensichtlich auch außerhalb seines oberfränkischen Handlungsortes gut an. Der neueste Fall wird für die Ermittler zu ihrem bisher wohl persönlichsten, denn unter den Opfern eines Attentats befindet sich auch ihr Kollege Oscar (Oskar Keymer).
Der Streifenpolizist und seine Trainerin Judith Köhler (Antje Hamer) vom elitären Ruderverein Rivus gleiten gerade im Doppelzweier über das ruhige Wasser, als vom Ufer Schüsse aus einer Armbrust auf sie abgegeben werden. Köhler stirbt kurz darauf, Oscar überlebt verletzt. Sekunden vor dem Anschlag wollte Köhler ihm noch etwas erzählen – sie habe etwas herausgefunden. Bevor sie am Ufer ihren Verletzungen erliegt, kann sie noch zwei Buchstaben in die Erde ritzen: T und A.
Ist Tamino Winkler (Luke Matt Röntgen), ein Nachwuchstalent des Ruderclubs, gemeint? Es stehen wichtige Meisterschaften an, unter den drei jungen Konkurrenten Tamino, Henri (Oskar von Schönfels) und Samir (Salimou Thiam) war einer zum Ersatzmann verdammt: Henry. Doch der erzählt den Ermittlern, Köhler habe ihm gesagt, dass er und nicht, wie geplant, Tamino antreten solle. Damit hätte Letzterer ein Motiv. "Der Fall ist so gut wie gelöst", ist Ela Jenning überzeugt, wird von ihrem erfahreneren Kollegen jedoch schnell eines Besseren belehrt: "Meistens sind die Fälle, die am Anfang am einfachsten erscheinen, am Ende die kniffligsten."
Ein Verdacht fällt auf den als "Bamberg-Rambo" verschrienen Mike Hartwich (Milian Zerzawy), mit dem Köhler und Oscar kürzlich wegen seines Hundes eine heftige Konfrontation hatten. Aber auch im Ruderclub selbst wird weiter nach Motiven gesucht. Dazu schleust Behringer seine Freundin und frühere Kollegin Charly undercover ein. Die ermordete Judith Köhler hatte vor Jahren die gleiche Lähmung wie sie und konnte dank ihres Sports wieder vollständig genesen. Ob es auch für Charly Heilung gibt?
Charlys Handlungsstrang im Behringer-Krimi "Rivus" geht besonders nahe, denn Schauspielerin Wanda Perdelwitz hat darin ihren letzten TV-Auftritt. Im vergangenen Oktober, kurz vor dem Ende der Dreharbeiten, erlag die 41-Jährige nach einem fremdverschuldeten Unfall ihren schweren Verletzungen. In den beiden letzten "Bamberg-Krimis" können die Zuschauerinnen und Zuschauer sie einmal mehr "in Bestform" erleben, sagt Produzentin Sylke Poensgen voll und ganz zutreffend: "Mit großer Selbstverständlichkeit, Witz und Authentizität verleiht sie ihrer Figur noch einmal eine besondere Präsenz. Wir sind sehr dankbar für diese wertvolle Zeit mit ihr."
Am Samstag, 21. März, ist Wanda Perdelwitz noch einmal im Fernsehen zu sehen: im ARD-Thriller "Der Beschützer – Wissen, das tötet". Zudem stand sie vor ihrem Tod für das Bio-Pic "Sind so kleine Hände" über die Liedermacherin Bettina Wegner vor der Kamera. Der Film soll voraussichtlich 2027 ins Kino kommen.
"Behringer und die Toten – Ein Bamberg-Krimi: Rivus" – Di. 10.03. – RTL: 20.15 Uhr