Bella Ciao - Vom deutschen Soldaten zum Partisan
11.03.2026 • 02:15 - 03:00 Uhr
Info, Dokumentation
Lesermeinung
Claudia Höft, Enkelin von Rudolf Jacobs, und Schwiegersohn Benjamin Hansen am Grab von Rudolf Jacobs in Sarzana.
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Fotos des SS-Polizisten Heinz Brauwers sowie Dokumente, die seine Aktivität bei den italienischen Partisanen
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Fotos von Heinz Brauwers, Rudolf Jacobs und Walter Fischer.
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Hans Brauwers hält ein Foto, das seinen Vater als Partisanen zeigt. Das Bild hat Brauwers erst nach dem Tod seiner Mutter entdeckt.
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Originaltitel
Leb wohl, Bella! Ciao.
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Info, Dokumentation

Bella Ciao - Vom deutschen Soldaten zum Partisan

Sommer 1944. Über eine Million deutsche Soldaten kämpfen in Italien und Immer weniger von ihnen glauben noch daran, dass Deutschland den Krieg gewinnen kann. Viele werden Zeugen der Kriegsverbrechen, die SS und Wehrmacht an der italienischen Zivilbevölkerung begehen. Und einige treffen eine hochriskante Entscheidung: sie laufen zu den italienischen Partisanen über. Ihre Geschichte ist kaum bekannt, denn auch nach dem Ende des 2. Weltkrieges schwiegen die Heimkehrer, um nicht als Vaterlandsverräter bestraft zu werden. 80 Jahre später gehen drei Nachfahren auf Spurensuche: Da ist Hans Brauwers, der erst spät vom Geheimnis seines verstorbenen Vaters erfährt. Er weiß zwar, dass Heinz Brauwers als SS-Polizist in Norditalien war. Eine Mappe mit rätselhaften Fotos und Dokumenten zeigt dann aber, wie viel sein Vater verschwiegen hat. Der SS-Polizist Brauwers hatte die Seiten gewechselt und für die Befreiung Italiens gekämpft. Warum sprach er nie darüber? Für den Sohn bleiben viele Fragen offen und so reist er nach Italien: um herauszufinden, was im Sommer 1944 wirklich geschah. Auch Claudia Höft glaubt lange, ihr Großvater sei im Kampf gegen italienische Partisanen gefallen - das war die offizielle Version. Tatsächlich liegt der Bremer Obergefreite Rudolf Jacobs aber in einem Ehrengrab für Partisanen in der ligurischen Kleinstadt Sarzana - gefeiert als Held im Kampf gegen die Faschisten. Und Aron Boks, Urgroßneffe des DDR-Malerstars Willi Sitte, weiß zunächst gar nichts über seinen berühmten Vorfahren. Erst langsam tastet sich der junge Mann im Veneto an seinen Urgroßonkel heran und erfährt: Willi Sitte sympathisierte mit der italienischen Zivilbevölkerung. Bis heute hat er dort den Ruf, ein "guter Deutscher" gewesen zu sein. Und in der DDR war das - anders als im Westen - kein Manko: nach dem Krieg konnte der begabte Künstler seine Zeit in Italien zum Aufbau einer antifaschistischen Heldenlegende nutzen. Von den Schicksalen der drei deutschen Partisanen erzählt dieser Film. Und vom Versuch ihrer Angehörigen, in Italien der Wahrheit Stück für Stück näherzukommen.

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