Das Ende der Insekten?
14.04.2026 • 23:55 - 00:40 Uhr
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
Lesermeinung
Maria Furtwängler begibt sich auf Spurensuche, warum es immer weniger Insekten gibt, und was das für uns alle bedeutet.
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„Durch das Imkern habe ich gelernt, welche Blüten Honigbienen am liebsten anfliegen und was Wildbienen oder Schmetterlinge besonders anzieht.“
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Florfliegen gehören zu den Nützlingen. Eine einzige Larve kann bis zu 500 Blattläuse vertilgen, bevor sie sich in eine ausgewachsene Fliege verwandelt.
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Maria Furtwängler mit ihrer Hündin Souza auf dem Weg zur Forschungsstation Randecker Maar.
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Originaltitel
Das Ende der Insekten? - Maria Furtwängler auf Spurensuche
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
Natur + Reisen, Natur + Umwelt

Das Ende der Insekten?

Für mich ist der Rückgang der Insektenvielfalt das weltweit besorgniserregendste Problem, dem wir uns stellen müssen": Dr. Bodil Cass, Insektenforscherin aus Kalifornien. "Tatort"-Star Maria Furtwängler war schon immer ein glühender Insektenfan. Als Kind verbrachte sie ihre Sommer regelmäßig an den Seen Bayerns, rettete ertrinkende Bienen aus dem Wasser und baute ihnen kleine Krankenhäuser aus Blättern, um sie wiederzubeleben. Die Leidenschaft für die unscheinbaren Krabbeltiere ließ sie seither nicht mehr los. Heute besitzt die Hobby-Imkerin eine Reihe von Bienenstöcken, die sie das ganze Jahr über versorgt. "Durch das Imkern habe ich gelernt, welche Blüten Honigbienen am liebsten anfliegen und was Wildbienen oder Schmetterlinge besonders anzieht. Obwohl ich meinen Garten immer mehr danach ausgerichtet habe, ist auch hier offensichtlich, wie es Jahr um Jahr immer weniger Hummeln und Schwebfliegen gibt." Insekten sind die unscheinbaren Helden des Planeten. Sie bestäuben Nutzpflanzen, recyceln Abfälle und dienen als Nahrungsquelle für unzählige andere Tiere. Damit sind sie auch unverzichtbar für den Menschen. Doch in den letzten Jahrzehnten hat sich ihre Zahl dramatisch verringert. Warum? das möchte Maria Furtwängler auf ihrer Spurensuche herausfinden. Dafür trifft sie Menschen aus Forschung und Agrarindustrie, Hersteller von Pflanzen- und Insektenschutzmitteln, ökologisch und konventionell arbeitende Landwirte vom Alten Land in Norddeutschland bis zur Schwäbischen Alb. In den USA wiederum ist alles XXL: die Größe der Felder, die damit einhergehenden Probleme, aber auch die Kreativität mit Hightechlösungen im von Robotern und Computern gesteuerten Pflanzenanbau. Kenntnisreich begibt sich die studierte Medizinerin Furtwängler als Anwältin der Insekten für "Erlebnis Erde" auf eine aufrüttelnde Reise: "Was mich bei den Dreharbeiten am allermeisten berührt hat, ist, wie viele der Wissenschaftlerinnen und Experten von einem drohenden Kollaps der weltweiten Insektenpopulation sprechen. In dieser Deutlichkeit habe ich das vorher noch nicht gehört und mir auch nicht vorstellen wollen.

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