Das gefrorene Herz
07.02.2026 • 14:00 - 16:00 Uhr
Fernsehfilm, Komödie
Lesermeinung
Das gefrorene Herz
Zwei Landstreicher schliessen Freundschaft:
Paul Bühlmann als Schirmflicker (l.), Sigfrit Steiner als Korber (r.)
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Sigfrit Steiner in einer Paraderolle
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Das gefrorene Herz
In der Dorfbeiz:
Der Tod des Schirmflickers gibt zu reden.
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Das gefrorene Herz
Aufregung im Dorf:
Giovanni Früh als Uerech
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Originaltitel
Das gefrorene Herz
Produktionsland
A, CH, D
Produktionsdatum
1981
Fernsehfilm, Komödie

Das gefrorene Herz

In einer verschneiten Berglandschaft in der Innerschweiz, zwischen den Dörfern Hinterau und Vorderau, begegnen sich zwei Landstreicher. In einer Beiz schliessen die beiden beim Schnaps Freundschaft. Der eine, ein Schirmflicker (Paul Bühlmann), ist auf dem Weg nach Hinterau, wo er seine verlorene Liebe, Rosi, wiederfinden will. Der andere, ein Korber (Sigfrit Steiner), warnt seinen Kumpanen vergeblich vor den Frauen. Trotz Kälte und Schneesturm will der Schirmflicker unbedingt noch in der Nacht Hinterau erreichen. Der Korber aber weigert sich, mitzukommen. Am nächsten Morgen folgt er den Spuren des Schirmflickers und findet ihn erfroren in der Nähe des Grenzsteins zwischen Vorder- und Hinterau. Um seinem Kollegen wenigstens ein anständiges Begräbnis zu verschaffen, meldet der Korber den Todesfall beim Gemeindepräsidenten von Hinterau. Doch damit beginnt ein abenteuerlicher Handel um den Toten mit dörflichen Intrigen, turbulenten Verwechslungen und einem listigen Korber, der zwei Dörfer zum Narren hält und sich dafür anständig bezahlen lässt. Vorlage für den volkstümlich-heiteren Spielfilm "Das gefrorene Herz" ist die Erzählung "Begräbnis eines Schirmflickers" des Schwyzer Autors Meinrad Inglin. Regisseur Xavier Koller, ebenfalls ein Schwyzer, hat die Kurzgeschichte mit zusätzlichen Motiven und Figuren angereichert und so einen Film geschaffen, der kritisch, aber nie bösartig, mit Verständnis und Humor eine engstirnige, nur auf den eigenen Vorteil bedachte Mentalität entlarvt. Der Film wurde 1979 hauptsächlich im Meiental, im Schächental und im Muotathal gedreht. Um den einheitlichen Innerschweizer Dialekt zu wahren, wurden nachträglich verschiedene Rollen durch Laienspieler synchronisiert. Sigfrit Steiner, der den listigen Korber mit grosser Lust spielt, fand darin eine späte Lieblingsrolle. Der 1906 geborene Steiner gehörte seit den 1930er-Jahren zu den profiliertesten und vielseitigsten Künstlern der Schweiz. Neben unzähligen Rollen als Schauspieler auf der Bühne, im Film und am Bildschirm wirkte er auch als Regisseur und Drehbuchautor, beispielsweise für den Spielfilm "Steibruch" (1942), für den er die damals erst 15-jährige Maria Schell entdeckte. Seine Arbeit führte ihn auch immer wieder ins benachbarte Ausland. So war er in den 1970er-Jahren Mitglied am Wiener Burgtheater oder spielte in US-Filmproduktionen mit. Sigfrit Steiner starb am 21. März 1988 im Alter von 82 Jahren in München.

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