Pater Brown ist eine Seele von Mensch und der Kirche treu ergeben. In den Augen seines Bischofs hat er allerdings einen unverzeihlichen Fehler: Er betätigt sich leidenschaftlich gern als Amateurdetektiv. Und so wird Pater Brown in eine abgelegene Gemeinde versetzt, in der sein kriminalistischer Tatendrang nach menschlichem Ermessen kaum ein Betätigungsfeld finden dürfte. Doch kaum ist der Pater dort angekommen, passiert auch schon ein mysteriöser Mord. Pater Brown, der Seelenhirte einer kleinen irischen Gemeinde, hat eine Leidenschaft für Kriminalromane. Das würde seine Vorgesetzten nicht weiter stören, nähme der Pater nicht jede Gelegenheit wahr, sein Steckenpferd auch in der Praxis zu reiten. Solch eine Gelegenheit bietet sich ihm, als ein Mann ausgerechnet während des Gottesdienstes vor der Gemeindekirche umgebracht wird. Für Inspektor Graven gibt es keinen Zweifel daran, dass der Schmied Barnes der Täter ist. Doch der Geistliche denkt anders darüber, und tatsächlich gelingt es ihm, den wirklichen "Hammermörder" ausfindig zu machen. So kommt Pater Brown auf die Titelseiten der Zeitungen, was sein Bischof gar nicht gern sieht. Prompt versetzt er das schwarze Schaf an einen Ort, wo der Pater keinen Schaden anrichten kann, denn das letzte Verbrechen in Browns neuer Provinzgemeinde geschah vor acht Monaten. Es war ein simpler Fahrraddiebstahl. Kaum hat Pater Brown jedoch seinen Antrittsbesuch absolviert, geschieht in dem sonst so friedlichen Ort ein heimtückischer Mord: Während der Fernseh-Übertragung eines Fußball-Länderspiels wird der Bankier Conelly mitten in einem Lokal umgebracht. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Und obwohl Pater Brown keine Lust hat, schon wieder strafversetzt zu werden, geschehen bald Dinge, die es ihm geradezu unmöglich machen, seinen kriminalistischen Tatendrang zu zügeln. Mit dem Amateurdetektiv Pater Brown schuf der englische Schriftsteller G. K. Chesterton 1910 einen Krimihelden, der mit Gottvertrauen, Verschmitztheit und Logik auch die verzwicktesten Fälle löst und damit nicht nur in seiner Heimat höchst populär wurde. Bevor Heinz Rühmann erstmals die Figur in "Das schwarze Schaf" verkörperte, entstanden in den 1930er-Jahren erste Verfilmungen mit Walter Connolly in der Rolle des Pater Brown, später spielte unter anderen Alec Guinness den Kriminalisten in Soutane. Für seinen Pater Brown erhielt Heinz Rühmann 1961 den Bundesfilmpreis als bester Darsteller. "Heinz Rühmann spielt den Pater Brown in Höchstform." (Lexikon des Internationalen Films)
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