Der Barcelona-Krimi: Brennendes Land
17.04.2025 • 20:15 - 21:45 Uhr
Serie, Krimireihe
Lesermeinung
Eiskalte Chefin: Eva Boverla (Kathrin Wehlisch) ist knallhart.
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Xenia Garcia (Sarah Hostettler, li.) und Eva Boverla (Kathrin Wehlisch)
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Olivia Codina (Yvonne Yung Hee Bormann, oben) untersucht die Leiche von Ernesto Quintana (Daniel Sellier, unten).
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Fina Valent (Anne Schäfer, li.) befragt Xenia Garcia (Sarah Hostettler, re.).
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Originaltitel
Der Barcelona Krimi
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
Serie, Krimireihe

Das dreckige Geschäft mit dem Wasser

Von Susanne Bald

Xavi (Clemens Schick) und Fina (Anne Schäfer) geraten bei ihren Ermittlungen in einem Mordfall in eine erpresserische Intrige einflussreicher Konzerne. Es geht um Land und Immobilien und das rar werdende Wasser als Druckmittel. Als Gaststar dabei: Matthias Habich als kämpferischer Olivenbauer.

Der Klimawandel lässt sich nicht mehr leugnen. In der Fiktion ist er ebenfalls längst angekommen, so auch im zehnten Fall der Reihe "Der Barcelona-Krimi: Brennendes Land" am Donnerstagabend im Ersten. Regie führte erneut Andreas Kleinert, das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Léonie-Claire Breinersdorfer und Paul Salisbury.

Die Kamera von Johann Feindt fliegt über die trockene, staubige Landschaft außerhalb Barcelonas. Das Gras ist bräunlich, viele Bäume sind kahl und verbrannt. Es fehlen nur noch über die Straße wirbelnde Strohballen und das Western-Bild wäre perfekt – die Hintergrundmusik erinnert bereits daran. Für die von der Landwirtschaft geprägte Region Katalonien ist diese Hitze eine Katastrophe.

Genau das nutzen einige skrupellose Unternehmen ganz offensichtlich aus. Eines ihrer Opfer ist der alte Olivenbauer Miguel Garcia, gespielt vom charismatischen Matthias Habich (85). In Cowboypose macht er gerade Siesta, als er eine Drohne hört. Er blinzelt, greift nach seinem Gewehr und holt den ungebetenen Gast in Wildwest-Manier vom Himmel – ein Vorfall, der noch eine wichtige Rolle spielen wird.

Mord auf dem Golfplatz

Trotz der Trockenheit gibt es noch gut bewässerte grüne Oasen – etwa den Golfplatz von Moreno Boverla (Johannes Terne). "Ihm gehört der Club – und die halbe Welt", weiß nicht nur sein Geschäftsführer Jordi Casanueva (Louis Nitsche). Ausgerechnet hier wird Ernesto Quintana (Daniel Sellier) tot aus dem Teich gefischt. Wie ironisch – während überall alles vertrocknet, wird der Anwalt der Wasserbetriebe "Baraqua" ertränkt.

Xavi Bonet (Clemens Schick) und Fina Valet (Anne Schäfer) starten ihre Ermittlungen bei der Witwe des Opfers, Xenia Garcia (Sarah Hostettler), Tochter des Olivenbauern Miguel Garcia. Ihr Mann sei einst "linker als links" gewesen und habe für die Kooperative ihres Vaters gearbeitet, berichtet sie. Doch die Wasserwerke zahlten besser, also wechselte Ernesto vor einem Jahr dorthin. Klar gab es deshalb Streit zwischen Vater und Ehemann – aber das sei in Familien doch normal, oder?

"Chinatown" lässt grüßen

Von Garcia erfahren Xavi und Fina, dass den Bauern das Wasser für die Bewässerungskanäle abgedreht wird. Ihr Land trocknet aus, sie lassen sich überreden, zu einem viel zu niedrigen Preis zu verkaufen. Autor und Regisseur Kleinert hat sich für seinen Film ganz offensichtlich nicht nur vom Western inspirieren lassen, sondern auch vom Filmklassiker "Chinatown" mit Jack Nicholson, dem ein ganz ähnliches Verbrechen mit dem Wasser zugrunde liegt.

Nur Garcia bleibt standhaft und verteidigt sein Land. Man wolle ihn zwingen, überteuertes Wasser aus der Versalzungsanlage von "Baraqua" zu kaufen, schimpft er. Die Immobilienfirma, die ihn zum Verkauf drängt, stecke mit den Wasserwerken unter einer Decke – "alles Verbrecher!" Hat er sich vielleicht an seinem Schwiegersohn gerächt, der ihn ebenfalls zum Verkauf drängte? Xavi und Fina halten es für möglich. Doch erst als Garcia ihnen von den Drohnen berichtet, die seit Tagen über sein Grundstück fliegen, scheinen sie der Wahrheit näher zu kommen.

Eine Schlüsselrolle scheint der mächtige Moreno Boverla zu spielen – ebenso wie seine Tochter Eva (Kathrin Wehlisch), genannt "Die Eiskönigin". Sie scheint für Macht und Geld so einiges zu riskieren. Affären mit Männern, die ihr nützlich sein könnten, zum Beispiel. Auch mit dem ermordeten Ernesto, Mann ihrer angeblich besten Freundin? War es am Ende doch ein simpler Mord aus Eifersucht?

"Der Barcelona-Krimi: Brennendes Land" – Do. 17.04. – ARD: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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