Der Dänemark-Krimi: Die Tote in den Dünen
26.03.2026 • 20:15 - 21:45 Uhr
Fernsehfilm, Kriminalfilm
Lesermeinung
In den Dünen: Kommissarin Frida Olsen (Katharina Heyer, li.) und ihre Kolleg:innen Ida Sörensen (Marlene Morreis, Mitte) und Magnus Vinter (Nicki von Tempelhoff, re.) ermitteln in einem rätselhaften Mordfall.
Vergrößern
Kommissarin Frida Olsen (Katharina Heyer, re.) und die verletzte Polizistin Ida Sörensen (Marlene Morreis, li.) am Tatort in den Dünen.
Vergrößern
Kommissarin Frida Olsen (Katharina Heyer, li.) und die verletzte Polizistin Ida Sörensen (Marlene Morreis, re.) am Tatort in den Dünen.
Vergrößern
Ida Sörensen (Marlene Morreis) stürzt sich voller Eifer in die Ermittlungen.
Vergrößern
Originaltitel
Der Dänemark-Krimi
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Fernsehfilm, Kriminalfilm

Sein oder Schein? Das ist hier die Frage

Von Susanne Bald

Eine Tote, eine kühl reagierende Witwe und lauter Menschen mit Geheimnissen: Auch im vierten Teil der ARD-Reihe ist wieder etwas faul im Staate Dänemark. Diesmal ermitteln die Polizisten Sörensen, Vinter und Olsen nicht nur in der Wikingerstadt Ribe, sondern auch in den Dünen und am Strand von Rømø.

Trotz verhaltener Kritiken kann sich die ARD nicht über mangelndes Zuschauerinteresse beklagen: Zwischen 5,27 und 6,56 Millionen Menschen verfolgten in den ersten drei Filmen die Streifenpolizisten Ida Sörensen (Marlene Morreis) und Magnus Vinter (Nicki von Tempelhoff) bei ihren Ermittlungen im "Dänemark-Krimi" im Ersten. Jetzt ist wie gewohnt am Donnerstagabend mit "Die Tote in den Dünen" (Regie: Florian Schott) der vierte Teil der Reihe zu sehen.

Auch wenn die Filme in Ribe, der ältesten Stadt Dänemarks, spielen: Echte Däninnen und Dänen sucht man hier lange, und das wirkt, wie immer in Produktionen mit deutschsprachigen Darstellern, die Einheimische anderer Länder verkörpern, etwas befremdlich.

Im neuen "Dänemark-Krimi", der bisher im Sinne des Nordic Noir reichlich düster daherkam, wird es diesmal richtig sonnig. Es kommt geradezu Urlaubsstimmung auf bei den Kamerafahrten über Dünen, Sandstrand und sonnengeküsster Nordsee. Wäre da nicht die Leiche, die Ida Sörensen – im Dänischen gibt es übrigens gar kein "ö" – beim Kitesurfen am Strand entdeckt und die das Postkartenidyll der Insel Rømø ein wenig trübt.

Die Tote, Jorna Jokumsen (Maoli León Colina), war die Ehefrau der Food-Influencerin Airin Falk (Alice Dwyer), die nicht nur einen Foodblog betreibt, sondern auch ein Edelrestaurant. Ihr Bruder Poul (Rafael Stachowiak) kümmert sich um die Bücher, weitere Mitarbeiter sind der Restaurantleiter Sören (Tom Gronau) und die Küchenhilfe Hanne (Lale Andrä).

So viel Sand und keine Förmchen

Jorna hatte das autistische Mädchen unter ihre Fittiche genommen. Seine besorgten Eltern Lykke (Tina Amon Amonsen) und Mads (Stefan Rudolf) verbieten eine Befragung durch Ida und Magnus, dabei könnte Hanne wichtige Informationen haben, vielleicht hat sie sogar etwas beobachtet. Gleichzeitig ist sie allerdings auch verdächtig. Die hinzugezogene Esbjerger Kommissarin Frida Olsen (Katharina Heyer) hat erfahren, dass Hanne einem Jungen, der sie bedrohte, die Nase gebrochen hat. Fühlte sie sich auch von Jorna bedroht?

Verdächtig benimmt sich aber auch Airin, die Witwe. Sie wirkt seltsam gefasst, keinen Tag möchte sie das Restaurant schließen oder mit dem Blog pausieren. Das Geschäft und der schöne Schein stehen bei ihr eindeutig an erster Stelle. Und dann ist da noch das Picknick für zwei, das Jorna am Strand plante: Wer ist die zweite Person – der Täter oder die Täterin? Eine Affäre?

Fast jeder verhält sich in diesem Krimi verdächtig: die Witwe, ihr Bruder, sämtliche Mitarbeiter und deren Angehörige. Manchmal wirkt das allzu konstruiert und überzeichnet. Spannend ist es im Großen und Ganzen dennoch, und das ruhig agierende, bodenständige Ermittlerteam ist durchaus sympathisch. Mehr als durchschnittlich ist "Der Dänemark-Krimi: Die Tote in den Dünen" am Ende aber nicht. Da hilft auch der schönste Sandstrand nicht.

"Der Dänemark-Krimi: Die Tote in den Dünen" – Do. 26.03. – ARD: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Das beste aus dem magazin

Dr. Afschin Fatemi
Gesundheit

Nach Hyaluron-Behandlung: Bei auffälligen Hautveränderungen sofort handeln

Eine Patientin erlebte nach einer Hyaluronunterspritzung einen Albtraum: Ihre Nasenspitze war in Gefahr. Der Eingriff wurde von einer nicht ausreichend ausgebildeten Behandlerin durchgeführt und hätte fast zu ernsthaften Schäden geführt. Schnelles Handeln rettete die Situation.
Sami Yaffa guckt ernst.
HALLO!

Sami Yaffa über die neue Tour von "The Sideshows": "Es macht einfach Spaß die Songs zu spielen"

Sami Yaffa, bekannt von The New York Dolls und Hanoi Rocks, hat mit Rich Ragany die Band The Sideshows gegründet. Das Debütalbum vereint Melodic-Rock mit Einflüssen der 70er bis 90er Jahre. Die Band plant bereits eine Tour, um ihre energiegeladenen Songs live zu präsentieren.
Kirsten Nehberg trägt ein blaues Shirt und guckt ernst.
HALLO!

Kirsten Nehberg: "Glaub an das Unmögliche"

Kirsten Nehberg schildert in ihrem neuen Buch die Abenteuer und Herausforderungen, die sie als Tochter des bekannten Survival-Experten Rüdiger Nehberg erlebte. Von ABBA-Besuchen bis hin zu monatelangen Reisen: Ein Leben am Rande der Norm.
Professorin Dagny Holle-Lee ist Leiterin des Westdeutschen Kopfschmerz- und Schwindelzentrums Essen sowie Oberärztin der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen.
Gesundheit

Migräne-Therapie auch im Alter möglich

Auch im Alter können Migränetherapien wie CGRP-Antikörper und Triptane wirksam eingesetzt werden. Entscheidend ist der individuelle Gesundheitszustand, nicht das Alter.
"Gute Nacht, Gehirn" von Prof. Dr. Volker Busch
Lesetipps

Für Sie gelesen: "Gute Nacht, Gehirn" von Prof. Dr. Volker Busch

Volker Busch erklärt in seinem Buch, wie die abendliche Pflege des Gehirns für Klarheit und Zuversicht sorgt. Mit leicht verständlichen Anregungen zeigt er, wie sich kreisende Gedanken vermeiden lassen und man mit einem guten Gefühl in den nächsten Morgen startet.
Ein Mann fährt mit einem Fahrrad an E-Bikes vorbei.
Gesundheit

E-Bike oder Fahrrad: Was ist wirklich besser für Rücken, Knie und Gelenke?

Wer Knie oder Rücken schonen will, muss beim Radeln genau hinsehen. Ein E-Bike kann helfen, birgt aber auch eigene Risiken.