Der erste Portugiese
24.03.2026 • 22:30 - 23:15 Uhr
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Der erste Portugiese soll Anfang der 1960er Jahre mit dem Moped in Groß-Umstadt gestrandet sein, nachdem er fast ohne Gepäck aus Portugal aufgebrochen und tagelang unterwegs gewesen war – so erzählt man es sich zumindest. Ob es eine Panne oder ein Unfall
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Der erste Portugiese soll Anfang der 1960er Jahre mit dem Moped in Groß-Umstadt gestrandet sein, nachdem er fast ohne Gepäck aus Portugal aufgebrochen und tagelang unterwegs gewesen war – so erzählt man es sich zumindest. Ob es eine Panne oder ein Unfall
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In Groß-Umstadt erzählt man sich viele Geschichten von den ersten Portugiesen, die sich unter der großen Kastanie im Stadtzentrum trafen.
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Die Geschwister Carlos de Castro Costa und Alice Coutinho in Portugal: Als Kinder kamen sie mit ihren Eltern nach Groß-Umstadt und leben seither zwischen zwei Welten.
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Originaltitel
Der erste Portugiese - Wie Saudade in den Odenwald kam
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
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Der erste Portugiese

Ein letzter Blick auf den Ozean, dann startet der junge Portugiese sein Moped und fährt los. Ist es Schicksal oder Zufall, dass der Motor in einem kleinen deutschen Städtchen am Rande des Odenwaldes streikt? 1962 gibt es dort zwei Fabriken und Arbeit. Der junge Mann bleibt in Groß-Umstadt hängen. Wenige Jahre später sind dort von 12.000 Einwohnern über 2.000 Portugiesen; die im Verhältnis größte portugiesische Gemeinde Deutschlands. Aber der Mann mit dem Moped soll der Erste gewesen sein und heute behaupten viele, irgendwie mit ihm verwandt zu sein. Als Kinder kommen die Geschwister Alice, Carlos und Adolfo nach Groß-Umstadt. Der älteste Sohn darf nicht weiter auf die höhere Schule gehen, der jüngere muss die Schule verlassen, als er 14 ist. Sie montieren nun Kronleuchter in einer Fabrik und helfen den Eltern, deren Traum zu erfüllen: schnell Geld verdienen für ein besseres Leben in Portugal. Eines Tages ist es so weit; die Eltern gehen zurück. Womit sie nicht gerechnet haben: dass ihre Kinder in Groß-Umstadt zu Hause sind. Die Söhne rebellieren und bleiben. Die erst 15-jährige Alice muss mit den Eltern zurück und weint bis Portugal. Aber anders als ihre Brüder hat sie studiert, ist heute Deutschlehrerin und hat doch immer diese traurig-schöne Sehnsucht, portugiesisch Saudade.Adrian Oeser erzählt in seiner Dokumentation vom Fortgehen, Ankommen und Bleiben mehrerer Generationen von Gastarbeitern. Super-8-Aufnahmen und private Videos machen die Zeit lebendig. Ob es den ersten Portugiesen tatsächlich so gab, wie man sich erzählt, bleibt ein Rätsel. Aber so einen gibt es überall.

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